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Schaut gut aus – und schmeckt auch: Stollenprüf er Manfred Stiefel (l.) und Bäckerinnungsobermeister Thomas Grundner testeten gestern 36 Produkte.

36 Produkte in Freising getestet

Mit Video: So gut sind Freisinger und Erdinger Weihnachtsstollen

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Schoko-Banane, mit After-Eight-Geschmack oder ganz klassisch mit Rosinen oder Mohn: Weihnachtsstollen gibt es in der Region für jeden Geschmack. Die Freisinger Bäckereien setzten gestern bei der alljährlichen Stollenprüfung auf Tradition – während ein Teilnehmer aus Moosinning durch Kreativität auffiel.

Freising – Stollenprüfer Manfred Stiefel schneidet sich ein Stück Stollen ab, schnuppert daran, inspiziert es von allen Seiten, tippt dann eine Wertung in seinen Laptop. Er beißt ab, probiert, lässt den Geschmack im Mund aufgehen. Und wieder flitzen seine Finger über die Tastatur. Stiefel ist einer von drei Prüfern, die es in Deutschland gibt. Und gestern war er in Freising in der Sparkasse zu Gast, um 36 Stollen von insgesamt acht Bäckereien zu testen.

Dabei waren die Bäckereien Muschler aus Freising, Schindele aus Attenkirchen, Gabelsberger aus Au, Grundner aus Moosburg, Hermann aus Fahrenzhausen, Kistenpfennig aus Fahrenzhausen sowie das Jugendwerk Birkeneck aus Hallbergmoos und die Bäckerei Ways aus Moosinning. Und es zeigte sich: Kauft man sich im Landkreis Freising einen Stollen, bekommt man Tradition: Rosinen hier, Mohnfüllung da – nicht ausgefallen, aber von hoher Qualität. Die offiziellen Ergebnisse standen dann am Nachmittag fest – und zeigten, dass die Bäckereien ihr Handwerk verstehen: Lediglich drei Stollen wurden nicht prämiert, 16 waren „Gut“ und 17 erhielten ein „Sehr gut“. Sehr gut – das bedeutet, dass ein Stollen die volle Punktzahl von 100 erhält. Alles über 90 reicht immerhin noch für ein „Gut“, während eine Punktzahl darunter „nicht prämiert“ bedeutet. Bewertet werden Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität – und die Königsdisziplinen Geruch sowie Geschmack.

Im Video: So vielfältig sind die Weihnachtsstollen

Besonders ausgefuchst präsentierten sich die eingereichten Stollen der Bäckerei Ways aus Moosinning: Schoko-Banane, After-Eight oder auch mit Rocher verziert – Mut und Kreativität haben die Bäcker da bewiesen. Das Auge ist zwar mit – doch „wenn etwas nicht schmeckt, kann es nicht gut bewertet werden“, erklärte Stiefel. Doch die Kundschaft – Besucher in der Sparkasse – zeigte sich aufgeschlossen, und auch die ausgefallenen Stollen gingen weg wie warme Semmeln.

Während Bäckerinnungsobermeister Thomas Grundner immer wieder mit den Besuchern ins Gespräch kam, konzentrierte sich Stiefel auf seine Aufgabe: Schnuppern, Probieren, Inspizieren. In wenigen Tagen dürfen dann einige Bäckereien ihre Produkte mit dem Gütesiegel des Deutschen Brotinstituts schmücken.

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