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Sie begeisterte die Schüler am Camerloher-Gymnasium: Cellistin Raphaela Gromes, am Klavier begleitet von Julian Riem.

Raphaela Gromes spielt an „ihrem“ Gymnasium 

Welt-Uraufführung am Camerloher

Schüler des musischen Camerloher-Gymnasiums verfügen über eine gewisse Affinität zur Musik und können die Qualität eines Konzertes durchaus bewerten. Was sie jüngst von Raphaela Gromes und ihrem Partner Julian Riem zu hören bekamen, versetzte sie in Staunen.

Freising „Im Vergleich zu Raphaela spielen wir nicht sonderlich gut“, urteilte voller Anerkennung eine Neuntklässlerin, die selber eine begabte Violinistin ist.

Raphaela Gromes absolvierte im Jahre 2010 am Camerloher-Gymnasium ihr Abitur. Ihr letzter großer Auftritt in der Schule war das Cello-Konzert von Dvorak. „Vielen Camerlohern ist dieses grandiose Konzert mit Raphaela Gromes als Solistin am Violoncello noch in bester Erinnerung“, kommt Musikfachbetreuer Sebastian Brand noch heute ins Schwärmen.

Die 25-jährige Raphaela Gromes hat sich seither in der Musikszene einen Namen gemacht und zählt zu den besten Nachwuchscellistinnen. Sie tritt zusammen mit ihrem Partner Julian Riem (Klavier) weltweit auf. Vor Weihnachten tourte sie beispielsweise durch Mittelamerika. Im Februar gab sie einige Konzert in Italien. Überall erntete das Duo große Erfolge.

Dass einige Klassen in den Genuss eines ganz intimen und privaten Konzertes von Raphaela Gromes und Julian Riem kamen, hat einfache Gründe. „Ich komme gerne ans Camerloher-Gymnasium zurück“, verriet sie: „Mir hat meine Schulzeit am Camerloher-Gymnasium sehr gut gefallen.“ Weil sie gerade ihre nächste CD vorbereite, so Gromes weiter, habe sie sich eine Art Generalprobe vor Publikum überlegt. Sie sei deshalb sehr dankbar, dass die Musikfachschaft des Camerloher-Gymnasiums von dieser Idee begeistert gewesen sei und ihr dieses Konzert ermöglicht habe.

Raphaela Gromes nächste CD, die sie im Mai zusammen mit dem renommierten Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester einspielen wird, heißt „Hommage a Rossini“. Sie hat dazu beispielsweise einige bekannte Arien von Gioachino Rossini für das Violoncello bearbeitet.

Auch ein Stück von Jaques Offenbach, der bekannte Motive von Rossini verwendet, wird auf der neuen CD erscheinen. So erlebten die Camerloher-Schüler sogar eine Welt-Uraufführung. Denn dieses Stück hat Jaques Offenbach nur einmal selber aufgeführt, seither nie wieder. Und es gibt auch im Handel keinerlei Noten.

Weil Gromes ein Fan des bekannten italienischen Opernkomponisten Rossini ist und dieses Stück von Offenbach unbedingt spielen wollte, betrieb sie in der Vergangenheit europaweit intensive Recherchen. Nachfahren von Offenbach haben sich dabei auch auf Suche begeben und tatsächlich die Manuskripte gefunden.

So erfuhren die Camerloher-Klassen zwischen den einzelnen Stücken viel über Rossini oder Offenbach. Das war Musikunterricht einmal ganz anders. Die 90 Minuten vergingen wie im Flug.

Wer weiß: Vielleicht benötigt Raphaela Gromes in nächster Zeit für eine Generalprobe wieder ein sachkundiges Publikum und gibt an ihrer ehemaligen Schule wieder ein Konzert. „Das kann ich mir sehr gut vorstellen“, so die 25-jährige Cello-Virtuosin.  sp

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