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Die wichtige Arbeit der Hospizgruppe Freising

Unentbehrliche Begleiter auf dem letzten Weg

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Die Hospizgruppe Freising e.V. begleitet schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen auf ihrem letzten Lebensweg. Ein eindrucksvolles Beispiel zeigt, wie wichtig - und unterstützenswert - gerade die ambulante Hospizarbeit ist: Zuhause sterben – das ist der letzte große Wunsch vieler Schwerstkranker.

FreisingDie ehrenamtlichen Hospizbegleiter und Begleiterinnen sind speziell ausgebildet - und mit viel Gespür, Einfühlungsvermögen und Lebenserfahrung für die Schwerkranken und deren Angehörigen da. Das Aufgabengebiet ist vielfältig: Zeit bei dem Erkrankten zu verbringen, so dass die Angehörigen Dinge erledigen können oder eine kleine Auszeit für sich selbst haben. Oder auch Gespräche zu führen über das Leben, Erlebtes und den Tod, gemeinsam den Alltag zu verbringen, Menschen in Pflegeheimen zu begleiten und bei Sterbenden am Bett sitzen. Manche der Hospizbegleiter verrichten regelmäßig Dienste auf der Palliativstation und unterstützen so das Pflegepersonal und schenken den Patienten dort Zeit.

Mit Hilfe von Spendengeldern kann die Hospizgruppe Ehrenamtliche ausbilden, sie in regelmäßigen Fortbildungen weiter schulen, sowie sie in Supervisionen während ihrer anspruchsvollen Aufgabe unterstützen. Das komplette Angebot der Hospizgruppe Freising ist für jeden kostenfrei:

  • die Hospizbegleitung durch die Ehrenamtlichen
  • die medizinisch-pflegerische Beratung zu Hause
  • Koordination und Kontaktaufnahme von anderen Fachstellen
  • die Trauerbegleitung
  • sowie die Beratungsstunden für Patientenverfügung und Pflegeversicherung.

Dieser Dienst wurde dieses Jahr für die Familie von Simon R. (Name geändert), Vater von vier Teenagern, sehr wichtig. Im Februar erkrankte der 46-Jährige an Krebs. Als die Diagnose gestellt wird, ist bereits klar, dass der Tumor in den ganzen Körper gestreut hat. Zu schnell schreitet die Krankheit voran, so dass die Ehefrau und die Kinder kaum Zeit haben, sich mit der neuen Situation zurechtzufinden. Schon nach zwei Monaten ist Simon R. durch die Krankheit so geschwächt, dass er das Haus nicht mehr verlassen kann und teilweise auf Hilfe angewiesen ist. Da es für die Mutter kaum möglich ist, die Pflege des Mannes und den Alltag mit den Kindern zu bewältigen, wendet sie sich an den Hospizverein.

Zwei Hospizbegleiterinnen besuchen ab nun die Familie zweimal in der Woche und ermöglichen so der Ehefrau, mit ihren Kindern die Nachmittage zu verbringen, während sie ihren Mann gut versorgt weiß. Ebenso wird das SAPV-Team (Spezielle Ambulante Palliativversorgung) aus Freising hinzugezogen. Dieses kann durch die 24-Stunden- Rufbereitschaft auf die Beschwerden wie etwa Schmerzen oder Übelkeit zeitnah reagieren und helfen. Die Ehefrau nutzt die Beratung zur Erstellung einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht im Büro der Hospizgruppe, damit die Behandlungen nach den Wünschen ihres Ehemannes verlaufen können. Sein Wunsch ist es, wenn möglich, zu Hause zu sterben.

Noch ein Monat bleibt Simon R. – dann verstirbt erdaheim im Kreis der Familie. Zurück bleibt nun die Frau mit vier Kindern. Neben der großen Trauer um ihn ist aber auch dankbar. Dankbar dafür, dass ihr Mann zuhause sterben durfte und sie von vielen Menschen in dieser Phase unterstützt wurde.

Die Hospizgruppe Freising wird durch die Spendenaktion „Menschen in Not“ unterstützt.

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