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Große Ehren erhielten Rosa Westermeier (6. v. l., Ehrenkreisbäuerin) und Michael Grünwald (4. v. l., Ehrenkreisobmann).

Ehrungsabend des BBV 

„Der wichtigste Beruf in der schönsten Gegend der Welt“

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Beim Ehrenabend des Bayerischen Bauernverbands durften sich gleich mehrere Personen auszeichnen lassen. Die höchsten ehren bekamen aber Rosa Westermair und Michael Grünwald. 

Mauern – Gerade weil die Bauern oft als „Sündenböcke“ herhalten müssten, wie Freisings BBV-Kreisobmann Georg Radlmaier sagte, ist der Bayerische Bauernverband (BBV) als Vertreter von 1730 Betrieben im Landkreis wichtig. Und fast noch wichtiger sind die, die in den 58 Ortsverbänden im Landkreis ehrenamtlich für den BBV arbeiten. Langjährige Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner wurden vergangene Woche in Mauern geehrt. Die größten Urkunden erhielten Michael Grünwald, der zum Ehrenkreisobmann ernannt wurde, und Rosa Westermair, die sich ab jetzt Ehrenkreisbäuerin nennen darf,

Es sei der beste und interessanteste, außerdem auch der wichtigste Beruf, den die Landwirte im Landkreis Freising ausübten – „noch dazu in der schönsten Gegend der Welt“, wie Radlmaier und Kreisbäuerin Elisabeth Mayerhofer die Festgesellschaft begrüßten. Das unterstrichen auch Bezirksbäuerin Christine Singer und Bezirkspräsident Anton Kreitmair in ihren Ansprachen: Ehrenamt bedeute, den Wandel nicht einfach hinzunehmen, sondern ihn selbst mitzugestalten. Und: BBV-Aktivisten setzten sich für ein „realistisches Image“ des Bauernstands ein. „Was wäre, wenn es nur ,Bauer sucht Frau‘ geben würde?“, fragte Mayerhofer. Mauerns Bürgermeister Georg Krojer betonte ebenfalls, dass bürgerschaftliches Engagement eine wesentliche Voraussetzung für die Vitalität und das Gelingen der Gesellschaft sei. Dass die Bereitschaft zum Ehrenamt immer mehr schwinde, dass sich eine „gewisse Einzelkämpfermentalität“ breit mache, dass besonders die elektronisch gut gerüstete Jugend lieber im Jugend- oder Wohnzimmer bleibe, machte Krojer Sorgen.

Menschen, die durch ihr ehrenamtliches Engagement ganz anders gestrickt sind und damit auch als Vorbild dienen, wurden dann ausgezeichnet – Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner, die lange amtieren oder nach vielen Jahren ausgeschieden sind. Seit 25 Jahren sind Irmgard Radlmaier, Marianne Rottmeier, Elisabeth Mayerhofer, Resi Grünberger und Josephine Huber Ortsbäuerinnen, nach 25 Jahren sind Christa Handschuh, Maria Grandl, Cäcilia Neumair und Rosemarie Lang ausgeschieden, nach 30 Jahren hat Rosemarie Land ihr Amt als Ortsbäuerin niedergelegt. Seit einem Vierteljahrhundert sind Alois Hölzl, Johann Felsl, Josef Mitterer, Friedrich Gandorfer und Thomas Kohl Ortsobmänner, 30 Jahre übt dieses Amt Rudolf Ducke aus. Nach 25 Jahren als Ortsobmann ausgeschieden sind Georg Steinberger, Franz-Xaver Rottmair, Josef Mayer und Johann Hölzl. Nach 30 Jahren hat Johann Wagensonner dieses Amt abgegeben.

Höhepunkt der Festveranstaltung war sicherlich die Ernennung von Rosa Westermair zur Ehrenkreisbäuerin und von Michael Grünwald zum Ehrenkreisobmann. Fünf Jahre war Grünwald BBV-Kreisobmann, zehn Jahre lang war Rosa Westermair die Frau an der Spitze der Bäuerinnen im Landkreis.  zz

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