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Wie viel Brotzeit darf man mitbringen? Biergarten-Wirt reagiert auf Kritik von Gästen

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Brotzeit auf einem Brett.
Brotzeit auf einem Brett und nicht im Wäschekorb: Die Menge mitgebrachter Speisen spielt durchaus eine Rolle. © Philipp Guelland/dpa

Eigene Brotzeit im Biergarten essen, das ist Tradition in Bayern. Doch über die Menge lässt sich streiten, wie ein neuer Fall aus der Schlossallee Haag zeigt.

Haag – Breze, Brot, verschiedene Käse- und Wurstsorten, Obatzter, Kartoffelsalat, Radi oder Radieserl: So sieht eine perfekte Biergartenbrotzeit aus. Tradition ist es in Bayern, dass sich der Gast seine Brotzeit in den Biergarten selber mitbringt. Doch nicht alles ist erlaubt. Manche verstehen diese Tradition falsch, wie es jüngst Reinhard Hofmaier, Besitzer und Betreiber der „Schlossallee“ in Haag wieder erleben musste.

Natürlich wird man auch mit Brotzeit in die Haager Schlossallee hereingelassen. Diese beiden Herren mussten am Mittwochn draußen bleiben, weil der Biergarten wegen des Sturms geschlossen war.
Natürlich wird man auch mit Brotzeit in die Haager Schlossallee hereingelassen. Diese beiden Herren mussten am Mittwochn draußen bleiben, weil der Biergarten wegen des Sturms geschlossen war. © Maria Martin

Schönstes Biergartenwetter herrschte zu Beginn der Woche. Eine 14 Personen zählende Gruppe von Gästen hatte sich am Dienstag in der „Allee“ eingefunden, um dort gemeinsam einen Geburtstag zu feiern. Mit Essen hätte man sich selbst versorgt. Käse, Wurst, ein Gemüseteller und Salate seien mitgeführt worden, berichtete einer der Gäste gegenüber unserer Zeitung. „Getränke hätten wir natürlich vor Ort dazu gekauft“, betonte der Mann. Doch zum Auspacken sei die Gruppe gar nicht gekommen.

Biergarten-Streit über Brotzeit-Menge: Wirt hat schon viel erlebt

„Wir haben gesehen, wie die Leute Wäschekörbe und Kühltaschen über den Zaun gereicht haben“, berichtet Reinhard Hofmaier. Da seien seine Mitarbeiter eingeschritten. Denn als Biergartengast müsse man auch Regeln einhalte, so der Haager Gastronom. „Keiner sagt was, wenn eine Familie einen Korb mit Speisen mitbringt.“ Doch das sei einfach zu viel gewesen.

Die Konsequenz heißt oft: schlechte Online-Bewertung

Erlebt hat Hofmaier in der Schlossallee übrigens schon fast alles. Pizzas im Pappkarton seien am Eingang für Gäste abgegeben worden. Ein anderer Besucher habe sein Grillhendl selbst mitgebracht. „Es muss auch Grenzen geben im Biergarten“ meint Hofmaier. Wir sind da konsequent, wenn die Gäste schwer bepackt ankommen.“

Dass das zu schlechten Bewertungen in den Online-Portalen führen könne, das weiß Hofmaier nur zu gut. „Das erleben wir ständig“, meint er. „Diese Tasten-Akrobaten kennen wir schon.“

Maria Martin

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