Verwirrung nach Explosion im New Yorker Stadtteil Manhattan

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Der Tag der offenen Baustelle war nicht nur für neutrale Besucher Anlaufpunkt.

Bei Info-Veranstaltung

Windrad-Gegner sorgen für Polizei-Einsatz

Kammerberg - Die Windkraftanlage bei Kammerberg soll ein Bürger-Windrad werden. Die Gegner sehen das anders. Sie protestierten am Sonntag laut und heftig – bis die Polizei kam.

Der Turm steht inzwischen und ist von weitem sichtbar, der Rotorkopf und die Rotorblätter liegen auf der Baustelle zur Montage bereit. Noch heuer soll das Windrad bei Kammerberg und Lauterbach (Fahrenzhausen) in Betrieb gehen.

Am Sonntag hatte die BürgerEnergieGenossenschaft Freising (BEG) zum Tag der offenen Baustelle geladen. Doch nicht nur interessierte Bürger kamen, um sich über das Projekt informieren zu lassen und bei Führungen einen Blick in den Turm zu werfen oder auch Fragen zur Leistung der Anlage und zur Finanzierung zu stellen. Auch die BI Gegenwind aus Kammerberg und Lauterbach, die seit Beginn der Planungen vehement gegen das Windrad vorgeht, war vor Ort. Und sie war weder zu übersehen noch zu überhören. Mit einer Musikanlage, mit Mikrofon und Lautsprechern waren die Windradgegner angerückt. Mit lauter Musik und stampfenden Bässen versuchten sie, die Veranstaltung und die Führungen der BEG zu stören. Lauterbachs Ortsbeauftragter Joseph Krettek begrüßte bekennende Befürworter des Windrads über Lautsprecher persönlich: Dritter Bürgermeister Heinrich Kislinger wurde als „Judas“ betitelt, BEG-Vorstandsmitglied Andreas Henze als „Volksverdummer Nummer 1“ tituliert. Auch für Gemeinderat Robert Kern gab es keine freundlichen Worte, für den Projekt- und Baustellenleiter Vitus Hinterseher glich der Tag einem Spießroutenlauf. Rund um den Stand waren Schilder platziert, die die Betreiber als „Heimatschänder“ titulierten und das Windrad als „Hinterseher-Anti-Bürger-Windrad“ oder auch als „Vogelhexelmaschine“ (gemeint: Vogelhäckselmaschine) bezeichneten. Für den BEG-Vorsitzenden Martin Hillebrand hatten Krettek & Co. kein „Grüß Gott“ übrig, schließlich hätten die Lauterbacher ja noch Ehre und seien „keine Charakterarschlöcher“.

Der rüde Ton kam auf, als die Polizei vorfuhr und die Windradgegner darauf hinwies, dass ihre Gegenveranstaltung gar nicht angemeldet sei, die Musik auf Zimmerlautstärke zurückzufahren, Pfeifen und Sirenen abzustellen seien.

Kurz: „Die Veranstaltung wird nicht gestört!“ Krettek betonte, man wolle den Tag der offenen Baustelle ja gar nicht stören, sondern nur diskutieren. Allerdings nicht mit Hillebrand & Co., denen er „Lug und Trug und Beschiss“ vorwarf, während Hillebrand hier mit einem „Schulmädchengesicht“ herumlaufe. Krettek drohte im Gegenzug mit einer Anzeige, weil die Besucher ohne Bau- und Schutzhelm auf die Baustelle gelassen würden.

Wie Hillebrand erläuterte, sei das so genehmigt, die gefährlichen Bereiche seien von der Firma Enercon abgesperrt worden. Während den ganzen Tag über im Weißlinger Holz eine Führung nach der anderen beispielsweise erklärte, dass mit dem Strom aus dem Windrad rund 4500 Vier-Personen-Haushalte versorgt würden, machten die Windradgegner weiter mobil: „Hinten kommt kein Strom raus“, behauptete da gar einer.

Andreas Beschorner

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