Windräder: Paunzhausener setzen auf eine Petition an die Bundesregierung

Paunzhausen - Die Podiumsdiskussion zum Thema Windräder zeigte: Die Politiker wollen helfen. Doch ihnen sind die Hände gebunden. Jetzt setzen die Bürger auf eine Petition an die Bundesregierung.

„Bravo!“-Rufe waren selten, Pfiffe und „Buhs“ aus den Reihen der über 400 Zuhörer die Ausnahme. Emotional ging es bei der von der Bürgerinitiative „Windrad 180“ organisierten Veranstaltung in der Paunzhausener Turnhalle zwar teilweise schon zu, aber alle Befürchtungen vor einem aufgebrachten Mob waren völlig unbegründet. Die anwesenden Polizeikräfte verbrachten einen entspannten Abend.

Ob auch die Ängste der Bürger vor einem (oder mehreren) Windrädern im Osten von Johanneck begründet seien, das war an jenem Freitagabend in der vierstündigen Veranstaltung gar nicht so die Frage. Denn was die Leidensgenossen von der BI Bergmannshofen-Ammerfeld, Renate Roßkopf und Erich Weigl, berichteten, und was auch in dem Fachvortrag von Gemeinderat Konrad Offenberger durchblickte, wurde kaum angezweifelt: Den gefürchteten Schlagschatten könne man ja noch berechnen, das Problem sei der Lärm.

„Was die Prognose sagte, war etwas ganz anderes als das, was wir jetzt erleben“, schilderte Roßkopf die Erfahrungen mit dem 180 Meter hohen Windrad in Bergmannshofen.

Mit Appellen an die Politik ging es los: BI-Sprecherin Anna Elisabeth Häusler wünschte sich „Politiker, die den ökonomischen und ökologischen Nutzen solcher Windkraftanlagen abwägen“, und Moderator Helmut Grimm war sich schon zu Beginn sicher: „Wir haben nur eine Chance, wenn wir den kleinen Spielraum nutzen, indem wir mit guten Argumenten unsere Politiker zum Nachdenken anregen.“

Grünen-Landtagsabgeordneter Christian Magerl, Landrat Michael Schwaiger, FDP-Kreisrat Peter Siemsen und Bürgermeister Johann Daniel hörten diese Appelle wohl, hatten sich freilich auch schon zuvor so ihre Gedanken zu Windernergie und Windkraftanlagen gemacht. Energiemix - das war die Maxime, mit der Magerl und Schwaiger die Energiewende 2035 im Landkreis bewerkstelligen wollen. In Sachen Windräder müsse freilich nicht nur genau geprüft werden, was in Bezug auf Lärm und Schattenwurf realisierbar sei, betonte Magerl. (zz)

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagsausgabe des Freisinger Tagblatts.

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