Immer ein schattiges Plätzchen findet sich beim Besuch des Spielplatzes in Wippenhausen. Die Gemeinde Kirchdorf sieht von einer Verlegung ab.
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Immer ein schattiges Plätzchen findet sich beim Besuch des Spielplatzes in Wippenhausen. Die Gemeinde Kirchdorf sieht von einer Verlegung ab.

Kirchdorfer Gemeinderäte stimmen über Standortfrage und Ausstattung ab

Wippenhausens idyllischer Spielplatz bleibt, wo er ist

  • Andrea Beschorner
    VonAndrea Beschorner
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Soll der Spielplatz in Wippenhausen zum Feuerwehrhaus verlegt werden oder bleiben, wo er ist? Der Gemeinderat Kirchdorf war sich einig.

Kirchdorf - Der Spielplatz in Wippenhausen ist idyllisch gelegen und hat im Vergleich zu neu angelegten Spielplätzen einen riesigen Vorteil: Schatten spendende Bäume. Zudem, das betonte Elisabeth Hörand in der Gemeinderatssitzung am Dienstag, „ist die Gefahr am bestehenden Standort, dass ein Kind auf die Straße läuft, gleich null“ – anders als beim neu angedachten Platz am Feuerwehrhaus und Schützenheim. Der war zwischenzeitlich im Gemeinderat immer wieder im Gespräch. Das Argument – unter anderem – dass mit dem durch das Schützenheim neu geschaffene und nach außen verlagerte Ortszentrum auch der Spielplatz da hin gehöre. „Ich war auch dieser Meinung, bin mir jetzt aber nicht mehr sicher, ob er dort wirklich am besten aufgehoben ist“, wie Hörand sagte. Umgeschwenkt in seiner Meinung war auch Bürgermeister Uwe Gerlsbeck. „Meine Intention war auch eine Zeit lang, ihn zu verlegen – dorthin, wo auch das Dorffest stattfindet. Aber in dieser Meinung bin ich nicht mehr gefestigt“, erklärte der Rathauschef. Doch der bestehende Standort, so die Meinung Gerlsbecks heute, habe seinen großen Reiz.“ Der Bürgermeister stellte die Frage in die Runde: „Verlegen oder am alten Standort belassen?“ Silvia Milburn dazu: „Die natürliche Beschattung ist sehr angenehm, da kann man auch mit einem Neugeborenen hingehen und findet immer ein schattiges Plätzchen“.
Martin Heyne hatte sich, wie er sagte, die Historie des Spielplatzes angeschaut. „Es ist ja ein relativ alter Bebauungsplan, von den Gründervätern ist der Standort gut durchdacht.“ Und noch heute liege er in absolut unfrequentiertem Gebiet. Dem gegenüber stehe ein „nicht schlüssiges“ Konzept eines Spielplatzes auf dem Gelände des Schützenheims und Feuerwehrhauses. Nicht schlüssig auch in Bezug auf Einsatzfahrten der Feuerwehr, auf direkte Sonneneinstrahlung. „Ich fände es schade, wenn das komplett grüne Kleinod des jetzigen Standortes verloren ginge.“

Andreas Schmitz brachte neben all den genannten Vorteilen des alten Standorts die Kosten zur Sprache. „Es ist auf jeden Fall auch kostenmäßig viel günstiger, den Spielplatz herzurichten, anstatt ihn komplett neu zu bauen – unter Umständen mit großen Erdbewegungen.“ Bei der Frage, ob die Spielgeräte aus Holz oder langlebigerem Material sein soll, war sich das Gremium ebenfalls schnell einig. Stefan Springer brachte es auf den Punkt: „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, zudem regional verfügbar und für Kinder unbedenklich.“

Martin Heyne regte am Ende noch an, die Eltern vor Ort mit einzubinden. Uwe Gerlsbeck befürchtete, den Prozess damit zu verlangsamen und schlug eine unbürokratische Vorgehensweise vor: „Wenn seitens der Bevölkerung der Wunsch besteht, etwas am Spielplatz sollte verändert werden, bitte einfach in der Verwaltung melden.“ Und so war sich das Gremium einig: Der Spielplatz wird am bestehenden Standort saniert. Die neuen Spielgeräte werden wieder aus Holz sein.

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