Rund 30 Landwirte und Gemeinderäte kamen zur Info ins FFW-Haus nach Wolfersdorf.

Projekt Boden:ständig

Den Hutgraben zukunftsfit machen

Freising - Das bayernweite Projekt „boden:ständig“ startet jetzt auch am Hutgraben bei Wolfersdorf. Der soll jetzt auf Vordermann gebracht werden. Die Landschaftspfleger sind in den Startlöchern.

Eintiefungen über weite Strecken des Hutgrabens, die Einleitung in einen Entwässerungsgraben und damit verbundene Schlammfrachten ins Naturschutzgebiet der Amperauen mit Altwasser bei Palzing – das sind einige der Probleme, die am Hutgraben schon seit langem bestehen. Deshalb hatte der Landschaftspflegeverband (LPFV) Freising das Einzugsgebiet des Hutgrabens zwischen Heigenhausen und der Mündung in die Amper als drittes Pilotprojekt im Rahmen von boden:ständig im Landkreis Freising vorgeschlagen und bewilligt bekommen. Zur Auftaktversammlung kamen rund 30 Landwirte und Gemeinderäte ins Feuerwehrhaus in Wolfersdorf, um sich über Ziele und Möglichkeiten von „boden:ständig“ informieren zu lassen. Unter dem Namen „boden:ständig“ werden rund 30 Pilotprojekte in ganz Bayern gefördert, die den Boden-, Gewässer- und Hochwasserschutz zum Ziel haben. Lösungsmöglichkeiten der Probleme sind beispielsweise der Anbau von Zwischenfrüchten auf Äckern, die Anpflanzung von Landschaftselementen wie Hecken oder Feldgehölzen, die Anlage kleinerer Wiesenabschnitte als Abflussmulden, aber auch größere bauliche Maßnahmen wie die Renaturierung von Gewässern, die Erhöhung von Wegen und der Bau von Rückhaltebecken. 

Die Mitarbeiter des Landschaftspflegeverbandes sowie die Landschaftsarchitektin Angelika Ruhland bringen hierfür ihre langjährige Erfahrung im Bereich der baulichen Maßnahmen und der Gewässerökologie ein, und werden im Bereich der landwirtschaftlichen Maßnahmen durch die Landwirtschaftsberater der Firma Ecozept aus Freising ergänzt. Auftraggeber ist das Amt für Ländliche Entwicklung in München, das den gesamten Entwicklungsprozess aktiv begleitet und fördert. Zusätzliche Unterstützung erhält das Projekt durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Erding und Pfaffenhofen. Getreu dem Motto „Alles kann, nichts muss“ basiert das Projekt mit sämtlichen Vorschlägen oder Maßnahmen dabei auf dem Prinzip der Freiwilligkeit und bedarf aktiver Menschen vor Ort, die einen Beitrag zur Verbesserung der Gesamtsituation leisten wollen. „Beispielhaft agiert hier der Bürgermeister Mair aus Wolfersdorf, mit dessen Hilfe bereits erste Maßnahmen in den vergangenen Wochen umgesetzt werden konnten“, schreibt Fabian Eichhorn vom Landschaftspflegeverband. 

Umso erfreulicher war die rege Beteiligung der Anwesenden, die viele Vorschläge, Anregungen und Erfahrungen einbrachten. Dieser gemeinsame Schritt in die richtige Richtung wird den Prozess am Hutgraben weiter beschleunigen. In Einzelgesprächen und Ortsterminen mit den Landwirten wird das Freisinger boden:ständig-Team nun herausfinden, welche Maßnahmen vor Ort konkret gewünscht sind, um gemeinsam weitere umsetzbare Lösungen zu erarbeiten

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