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Lesungen bereiten Andreas Schröfl besonders viel Freude.

Neuer Roman von Autor Andreas Schröfl

Ein blutiges Spiel

Wolfersdorf - Mit seinem Debütroman „Brauerehre“ platzierte sich Andreas Schröfl aus Wolfersdorf vergangenes Jahr in den Top 25 seines Verlags Gmeiner. Nun lässt er den „Sanktus“ in seinem neuen Krimi „Altherrenjagd“ wieder ermitteln.

FT: Wenn Sie auf Ihr erstes Jahr als veröffentlichter Autor zurückblicken: Was waren Ihre schönsten Erlebnisse?

Andreas Schröfl: Das schönste war, mein Buch das erste Mal in der Hand zu halten. Ich konnte zunächst gar nicht glauben, dass es meines ist, es hatte etwas Unwirkliches an sich. Sehr viel Spaß machen mir auch die Lesungen, es ist immer lustig und ich merke jedes Mal, dass die Leute gerne kommen.

Über welches Kompliment haben Sie sich am meisten gefreut?

Am meisten gefreut habe ich mich über den Kommentar, den eine Frau auf der Internetplattform „lovelybooks“ geschrieben hat, nachdem ich dort eine Leserunde gemacht hatte: Ihr sei der Sanktus viel sympathischer als der Kommissar Eberhofer von Rita Falk.

Abgesehen von den positiven Reaktionen, die Sie bekommen haben, wann waren Sie sich sicher: Das läuft?

Als mich die Besitzerin einer Buchhandlung im baden-württembergischen Aulendorf am Bodensee anrief und mich bat, bei ihr eine Lesung zu machen. Der Kontakt wurde nicht über Freunde oder Bekannte vermittelt und es war auch die erste Lesung, bei der ich niemanden kannte - sie ist genauso gut angekommen wie die anderen. „Altherrenjagd“ ist Ihr zweiter Sanktus-Krimi.

Worauf dürfen Leser von „Brauerehre“ gespannt sein?

Diesmal ist es eher ein München- als ein Bierkrimi geworden, obwohl die verschiedenen Brauer-Charaktere mit ihren unterschiedlichen Dialekten natürlich wieder mit dabei sind. Ich habe auch einen Ersatz für Bummerl gefunden, der in „Brauerehre“ ja gestorben ist – einen Schwaben. Es wird wieder spannend und durch das Geocaching (eine Art elektronische Schatzsuche; Anm. d. Red.) ist ständig Bewegung drin, ich schicke meine Hauptdarsteller durch ganz München.

Und der Sanktus?

Er hat sich inzwischen wieder in München eingelebt, ist immer noch mit der Kathi zusammen, dadurch sesshafter geworden und trinkt weniger. Aber vom Wesen her ist er immer noch der typische Sanktus, der sich zum Beispiel schnell aufregt.

Ist Ihnen das Schreiben bei Ihrem zweiten Roman leichter gefallen als beim ersten?

Es war einfacher. Auf der einen Seite haben mir die Vorgaben des Verlags etwas abgenommen: Es sollte wieder ein München-Krimi im typischen Sanktus-Stil werden. Auf der anderen Seite war ich jetzt schon routinierter und strukturierter, habe die Personen und ihre Handlungen zum Beispiel in einer Excel-Tabelle aufgelistet.

Muss der Sanktus bald einen neuen Fall lösen?

Ja, der dritte Krimi mit dem Arbeitstitel „Schlachtsaison“ ist fertig und wird voraussichtlich im Februar erscheinen. Er spielt im Fasching und ist wahrscheinlich bis jetzt der blutrüstigste Roman der Reihe, denn es hat den Anschein, dass jemand die Jack the Ripper-Morde (das Pseudonym eines nie gefassten Serienmörders, der 1888 in London fünf Prostituierte ermordete; Anm. d. Red.) kopiert. Trotzdem fehlen auch diesmal weder Humor noch Lokalkolorit. 


Gut zu wissen:

Andreas Schröfl: „Altherrrenjagd. Der ‚Sanktus‘ muss ermitteln“. Gmeiner-Verlag 2016, 312 S.; 10,99 Euro. Der Autor stellt seinen zweiten Sanktus-Krimi am Donnerstag, 14. Juli, 19.30 Uhr, im Freisinger Furtnerbräu vor. Karten gibt’s für sieben Euro (inklusive einem Getränk) bei Bücher Pustet in Freising.


Interview: Teresa Pancritius

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