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Heiko Kruschina ist der Initiator der First-Responder-Gruppe in Wolfersdorf. 

First-Responder-Gruppe Wolfersdorf steht in den Startlöchern

Ersthelfergruppe Wolfersdorf: Einsatzbereit in der Warteschleife

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First-Responder-Gruppen kümmern sich um Verletzte, bis der Rettungsdienst an der Unfallstelle eintrifft. In Wolfersdorf haben sich Engagierte zu einer Ersthelfergruppe zusammengeschlossen. Die könnte bald loslegen - muss aber noch bis Dezember warten.

Wolfersdorf – Heiko Kruschina aus Jägersdorf fährt ehrenamtlich im Rettungsdienst der Rettungswache Freising. Bei Einsätzen, die aufs Land führen, hat er festgestellt, dass oft relativ viel Zeit verstreicht, bis der Notarzt an der Unfallstelle eintrifft. Deshalb, so seine Idee, soll in seiner Heimatgemeinde Wolfersdorf eine Ersthelfergruppe, eine sogenannte First-Responder-Gruppe, installiert werden. Mittlerweile steht das ehrgeizige Projekt kurz vor der Realisierung, viel Vorarbeit liegt bereits hinter den Ehrenamtlichen, jedoch auch noch einiges vor ihnen.

Nachdem der Gemeinderat in der Sitzung am 28. März der Gründung eines Fördervereins „Ersthelfergruppe Gemeinde Wolfersdorf e. V.“ zugestimmt hat, die finanzielle Hilfe vorerst auf 35 000 Euro beschränkt und am 29. Mai dieser Förderverein aus der Taufe gehoben wurde, war das Thema nun erneut auf der Tagesordnung. Man wollte die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand der Dinge informieren.

First-Responder-Gruppe Wolfersdorf: Verein startet mit 45 Mitgliedern durch

Bei der Gründungsversammlung Ende Mai waren 24 Wolfersdorfer anwesend, mittlerweile zählt der Verein 45 Mitglieder. An der Spitze ist Heiko Kruschina als 1. Vorsitzender, Corbinian Brunner sein Stellvertreter, Theresa Doll ist Kassierin, Martina Kaindl Schriftführerin, Kassenprüfer sind Daniel Mast und Andreas Leitenberger. „Mittlerweile wurde auch die Gemeinnützigkeit des Vereins anerkannt“, erläuterte Bürgermeister Sebastian Mair in der Sitzung am Donnerstag. Die Erstausstattung der First-Responder-Gruppe steht zum Teil bereits. Insgesamt werden dafür Kosten in Höhe von rund 39 300 Euro anfallen. Dem Gremium lag eine detaillierte Aufschlüsselung der Ausgaben vor: Demnach werde ein Fahrzeug, das noch gekauft werden muss, etwa 13 000 Euro kosten, ein Defi bzw. EKG-Gerät 7500 Euro, die Persönliche Schutzausrüstung (PSA) 7430 Euro, für die Ausbildung wird man rund 4500 Euro bezahlen, Funkwecker, Absaugpumpe, Notfallkoffer und noch einige andere Dinge machen den Rest aus.

Da der neu gegründete Verein bereits mit einer großzügigen Spende in Höhe von 5000 Euro aus dem Topf des Bürgerfonds des Kraftwerks Anglberg bedacht wurde, reicht die vom Gemeinderat beschlossene Bezuschussung von 35 000 Euro aus. Von den 20 Freiwilligen, die sich für diese Gruppe bereit erklärt haben, haben 17 bereits den erforderlichen Lehrgang absolviert, der Rest der Truppe macht die Ausbildung demnächst. Schon jetzt treffen die Mitglieder sich bereits zu monatlichen Übungen. Demnächst wird das Einsatzfahrzeug gekauft.

Rettungszweckverband muss Ja sagen - der tagt erst wieder im Dezember

Ein Problem gibt es jedoch: Bevor die First-Responder-Gruppe loslegen kann – theoretisch wäre das demnächst möglich – muss sie vom Rettungszweckverband genehmigt werden. Doch die Wolfersdorfer Helfer müssen sich noch gedulden, denn der Rettungszweckverband tagt nur zwei Mal im Jahr – das nächste Mal wieder im Dezember.

Gut zu wissen

Laut Heiko Kruschina gibt es aktuell rund 60 Einsätze in der Gemeinde Wolfersdorf, zu denen der First-Responder-Dienst gerufen werden würde – als Erste an der Unfallstelle und somit als Überbrückung, bis der Notarzt eintrifft. Wer an einer Mitgliedschaft interessiert ist, soll eine Mail an ersthelfergruppe-gmd.wolfersdorf@gmx.de schicken.

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