Dreharbeiten In Wolfersdorf

Die Geschichte vom Nichtsnutz Elias

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Wolfersdorf/Freising - Eine Krankenhausszene wurde jetzt in einer Wolfersdorfer Arztpraxis gedreht. Und wenn im Ampertal Filmaufnahmen anstehen dann mischt, wie so oft, Holger Menzel mit. Dieses Mal entsteht unter seiner Regie sein erster Langfilm, bei dem er auch auf der Leinwand eine Rolle spielt.

Kurzfilme, Image- und Werbefilme, dazu Trailer oder auch Industriefilem. Das war bisher das Metier der in Thalham bei Freising ansässigen Hollberg Media Productions. Jetzt wagt sich Holger Menzel an seinen ersten Langfilm. Zwischen 75 und 80 Minuten lang wird der Streifen werden, der den Titel „Lauf, Baby“ trägt und zu dem jetzt in Wolfersdorf und dann auch in Freising gedreht wird. Drehbuch, Produzent, Regisseur und Hauptrolle – all das übernimmt Menzel. Und das ist stressig, wie man vergangenes Wochenende sehen konnte, als in der Arztpraxis Podlaski in Wolfersdorf diverse Behandlungszimmer-Szenen gespielt und aufgenommen wurden.

„Kamera bereit? Ton bereit?“ „Kamera läuft. Ton läuft.“ Und Action: Menzel, der in dem Krimi den erfolglosen Schauspieler Elias gibt, beugt sich über Elke Debusmann, die als Frau Kohlmann eine Schlüsselrolle in der Story innehat. Vorher war schon das Licht gecheckt worden, an diversen Kameraeinstellungen wird gefeilt, Ton, Licht und Haltung müssen stimmen. Ebenfalls mit dabei in der Krankenhausszene an diesem dritten von insgesamt wohl 30 Drehtagen: Christiane Dollmann, die als flippige Elektrikerin Bella Anna die Lebenspartnerin von Nichtsnutz Elias gibt. Sieben Stunden dauert an diesem Tag der Dreh, bis alle Szenen so „im Kasten“ sind, wie sich das Holger Menzel und sein Team vorstellen. Sechs Leute sind zu diesem Zeitpunkt vor Ort, drängeln sich etwas in dem kleinen Behandlungszimmer. Das wird sich an den kommenden Drehtagen, die sich bis Ende 2016 hinziehen werden, noch ändern: Unter einer Freisinger Isarbrücke werde man drehen, wird auch noch in der Altstadt von Freising manche Szenen einspielen, verrät Menzel.

Das Team, das Menzel für diese aufwändige Produktion um sich geschart hat, ist film-erprobt: Schauspieler Nino Korda (bekannt aus „Der Bulle von Tölz“) oder auch die Kameraleute Stefan Valentien und Johannes Padberg sind mit von der Partie. Sie alle sind Feuer und Flamme für das Projekt, das – so viel sei verraten – mehrere Handlungsstränge aufweist und mit diverse Verstrickungen für Spannung sorgt. Wann der Streifen, in dem auch ein schmieriger Privatdetektiv („Schnüffler“) und ein skrupelloser Gangster („Lehmann“) wichtige Figuren darstellen, denn dann veröffentlicht wird, das steht noch in den Sternen. Doch daran denken die Akteure und das engagierte Team jetzt noch nicht. Im Moment sind sie noch fleißig dabei, das ehrgeizige Filmprojekt in die Tat umzusetzen – ein Filmprojekt aus Freisinger Landen, zu einem guten Teil gedreht in Freisinger Landen.

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