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Ihre Kinder sind ihre Inspiration: Johanna Weinberger, Sängerin der Spaßbagage, macht Musik für den Nachwuchs im Kindergartenalter. 

Interview mit Spaßbagage-Frontfrau Johanna Weinberger

„I gfrei mi narrisch“

Der Name ist Programm. Spaß erklärt sich von selbst und was eine Bagage ist, das weiß in Bayern so ziemlich jedes Kind. Ein „Gesindel“ halt, im Sinne von „Gesinde“ von „Anhang“ und „eingeschworene Gemeinschaft“. Nomen est Omen also bei der Musikgruppe Spaßbagage, die auf dem Uferlos-Festival und mit ihrer Debüt-CD „1,2,3“ Erfolge gefeiert hat. Die aus Wolfersdorf stammende Frontfrau Johanna Weinberger erklärt im FT-Gespräch, was es mit der Drei-Mann-Band und ihren Kinderliedern so auf sich hat und erzählt von ihren nächsten Projekten.

-Wer seid ihr, was macht ihr, wie fing alles an?

Angefangen hat es beim Kinderfasching 2016 im JUZ an der Kölblstraße. Meine Kollegin brauchte ein Live-Band, die Kinderlieder spielt. Da haben wir uns einfach auf die Bühne gestellt. Der „Michi“ (Bandmitglied Michael Maier, Gitarre) hat spontan mitgemacht und meine Eltern haben uns mit ihren afrikanischen Trommeln begleitet. Die damalige Praktikantin im Juz hat Hackbrett dazu gespielt. Ganz abenteuerlich war das. Ich hatte gerade zwei neue Kinderlieder geschrieben. Ein paar hatte ich schon in Petto, weil ich meinen Kindern auch schon immer vorgesungen habe. Und weil das so gut hingehauen hat, haben Michi und ich beschlossen eine Band draus zu machen. Es hat nicht lange gedauert, dann kam auch schon eine Anfrage von Vipo Maat vom Uferlos. Der hat gleich gesagt, das könnte passen.

-Sie sind Erzieherin und Mutter, was machen die andern beiden beruflich?

Der Michi Maier, unser Gitarrist, hat eine Gitarrenschule in Moosburg, der Alex Schulz ist Schlagzeuger und Musiker. Er betreibt ein Tonstudio in Bruckberg.

-Ist da auch eure CD entstanden? Wie viele gibt es davon eigentlich noch?

Nein, die ist beim Michi im Studio entstanden. Der hat ziemlich viel Arbeit in das Sounddesign gesteckt. Huh, es sind schon ordentlich welche weggegangen von der CD. Bei den Auftritten oder auch bei Bücher Pustet. Aber ein paar sind schon noch da. Und, es wird schon sehnsüchtig auf die Zweite gewartet. Wir haben ganz viele Nachfragen.

-Gibt es denn schon neue Lieder für eine ganze CD?

Ja, die gibt es. Fünf Songs sind schon fertig. Aber wir haben noch keinen Namen für den Nachfolger von „1,2,3“. „4,5,6“ vielleicht (lacht)! Wann das neue Album erscheinen sollen, das wissen wir aber noch nicht.

-Wie geht’s dem „Kloana Dracha“?

Mein Sohn, der mich zu dem Lied inspiriert hat? Dem geht es gut. Aber, der mag es ja nach wie vor nicht, dass man das Lied in der Öffentlichkeit spielt.

-Wie viele Konzerte habt ihr mittlerweile schon gegeben? Findet man die Spaßbagage eigentlich im Internet?

Außer den Uferlos-Auftritten waren da eigentlich nur drei öffentliche Konzerte. Und einige Privatkonzerte. Wir haben einige Anfragen, z.B. auch aus dem Bayerischen Wald. Es gibt eine Art Promotionvideo auf unserer Facebook-Seite und einen Uferlos-Mitschnitt bei Youtube. Man muss nur „Spaßbagage“ eingeben.

-Was sind die nächsten Projekte, was ist geplant?

Tja, längerfristig natürlich die zweite CD. Da ist schon einiges in der Pipeline. Uns schwebt überdies ein Winter-Album vor, mit einer Schlittenfahrt und der richtigen Stimmung für Weihnachten. Alles, was die Adventszeit so mit sich bringt. Außerdem gibt es Pläne für ein Hörspiel. Geschichten von „Humpidi, dem Zwerg“. Die führe ich ja schon seit Jahren, als Puppenspielerin auf diversen Bühnen auf. Am 28.01.2018 spielen wir übrigens wieder auf dem Familenfasching der Stadtjugendpflege.

-Bleibt da überhaupt noch Zeit für die eigenen drei Kinder?

Ja, freilich. Es sind ja nicht so viele Auftritte. Schule, Kindergarten und dann sind die Kinder daheim. Ich muss mich ja schließlich inspirieren lassen für neue Lieder. Das geht manchmal ganz einfach. Beim Spazierengehen im Regen zum Beispiel. Wenn da eine Riesenpfütze ist und der Kleine hat Gummistiefel an und ich nicht. Ich würde aber natürlich auch gerne reinhüpfen, bin aber halt nicht wasserdicht. Da hat er mich provozierend angeschaut. So ist das „Gummistiefel-Lied“ und der Text „Heit rengds, ist mir doch ganz egal“ entstanden. Inklusive Choreographie. Ein Schritt vor, ein Schritt zurück „und dann hupf I einfach nei. weil I mi so g’frei.“ So ist das bei bei uns, so schreibe ich meine Lieder – über den Alltag mit den Kindern.

-Was macht die Spaßbagage an Weihnachten?

Ich feier mit der Familie. Der Michi jetzt ja auch Papa, da wirds ähnlich sein. Wir sind immer selig daheim und singen, nicht so andächtig – aber laut. Letztes Mal haben wir den Besuch gar nicht gehört.

-Wer gibt die Richtung vor, bei der Spaßbagage, Sie vielleicht?

Jein, die Lieder der ersten CD stammen zwar aus meiner Feder, aber jeder hat sein Aufgaben. Wenn dann geprobt wird, wird es schon spannend. Nicht schon wieder den gleichen Beat, heißt es dann. Nein, es bringt schon jeder neue Einflüsse mit rein.

-Was war das schönste Erlebnis auf der Bühne?

Das war tatsächlich beim Uferlos in diesem Jahr. Das war Gänsehaut rauf und runter. Da waren so viele Kinder. Die kannten die CD schon, die haben so laut mitgesungen. Ich war so ergriffen davon, dass die da so mitsingen, Das war echt ein sehr schöner Moment.

-War es auch einmal peinlich für Sie und wenn ja, warum?

Nein, peinliche Sachen mache ich nicht (lacht). Ich hab mich noch nie geschämt.

-Was hat den Kindern bisher am Besten gefallen?

Die mögen schon gern so Lieder, wo was geboten ist. Wie das „Segelschiff“, wenn der Schrubber mit dem Segel hinten drauf kommt und dann der Pirat auftaucht. Oder beim „Katz- und Mauslied“ – da dürfen sie sich verkleiden und mitmachen bei der Mäusejagd.

-Ihre Kinder werden älter, trifft das auch auf Ihre Lieder zu?

Nein, die Lieder bleiben eher so im Kindergartenalter, weil dass das ist, was aus mir rauskommt. Rumalbern. Aber ja, wenn ich es mir recht überlege: Bei meiner Tochter, die ist jetzt acht. Für die ist es vielleicht irgendwann nicht mehr so spannend.

-Sind irgendwelche Benefiz-Konzerte, CD-Verlosungen oder dergleichen geplant?

Aktuell nicht, aber wir hatten schon über Facebook eine Verlosung gestartet. Da haben nur drei Leute mitgemacht. Beim Kinderspaßtag in Freising sind wir aber schon wieder benefizmäßig dabei.

-Gibt es noch etwas, das Sie unbedingt loswerden wollen?

Ja, da ist tatsächlich noch was: dass ich mich narrisch g’frei, dass so viel Leute sich interessieren für uns.

Interview: Alexander Fischer

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