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Anlass für Spekulationen: Die Zukunft der Wirtschaft in Jägersdorf scheint noch ungewiss. Die Dorfgemeinschaft sieht sich bereits nach einer Alternative um.

Diskussion bei der Bürgerversammlung

Jägersdorf: Eine Alternative zum Wirt soll her

Wolfersdorf/Jägersdorf - Die Zukunft der Dorfwirtschaft in Jägersdorf scheint ungewiss. Bei der Bürgerversammlung gab es einen Antrag, wonach man bald eine Alternative, eine Art „Gemeindehaus“, benötigt. Sehr zum Erstaunen des Wirts.

„Da wissen Sie mehr als ich“, erklärte Gastwirt Sebastian Schweiger auf die Frage, ob er seine Wirtschaft wirklich bald dicht machen wolle. Dass sich die Dorfgemeinschaft bereits jetzt nach einer Alternative umsehen will, das ist aus seiner Sicht verfrüht, wie er am Telefon erklärte. Bis dato hatten in der Traditionsgaststätte etwa Frühschoppen und regelmäßige Treffen der Dorfgemeinschaft stattgefunden. Wie Schweiger bestätigte, könne dies bis auf weiteres auch so bleiben. „Heuer“ ändere sich daran noch nichts, sagte er jedenfalls. Was danach ist, da wolle er noch nichts preisgeben.

Unabhängig davon hat Horst Neuhauser, Mitglied der Dorfgemeinschaft, jetzt „einen förmlichen“, sprich schriftlichen, Antrag zur Bürgerversammlung gestellt, wonach sich der Gemeinderat bald möglichst mit dem Thema „Gemeindehaus“ in Jägersdorf auseinandersetzen soll. Wie Neuhauser inzwischen mitteilte, geht er davon aus, dass das in einer der kommenden Sitzungen passiert. „Das müsste behandelt werden, wir wollen da Ruhe haben“, erklärte Neuhauser.

Bürgermeister Sebastian Mair legte bei der Bürgerversammlung Rechenschaft ab.

Bürgermeister Sebastian Mair hat indes schon signalisiert, dass man sich mit der Angelegenheit befassen will. „Wir sind dran“, sagte Mair in der Bürgerversammlung. Man sei bereits in Verhandlungen. Es müsse allerdings „klar sein“, dass die Gemeinde „Eigentümer und Betreiber“ eines besagten Gemeindehauses sein sollte, gab er zu verstehen. Man werde aber auf jeden Fall eine Lösung finden, stellte das Gemeindeoberhaupt auf den schriftlichen Antrag von Neuhauser in Aussicht. Eine nicht unerhebliche Rolle bei den Bemühungen dürfte eine von Neuhauser angesprochene „staatliche Förderung“ für solche Projekte spielen. Ein aktuelles Programm des Landwirtschaftsministeriums läuft zum 31. Mai aus.

Nach Auskunft von Mair könnte die Förderung etwa 60 Prozent betragen. Zu denHintergründen in Jägersdorf sagte der Gemeindechef, dass der Junior des Gastwirts „angeblich bauen“ wolle. In Bezug auf das Anliegen der Dorfgemeinschaft, einen alternativen Treffpunkt zu schaffen, sagte Mair: „Wir versuchen, eine Möglichkeit zu finden.“ Es gelte, ein geeignetes Grundstück zu finden und die Möglichkeiten der Förderung „auszuloten“. Ohne die Mithilfe der Dorfgemeinschaft, der so ziemlich alle Jägersdorfer angehörten, werde es aber nicht gehen. Ein gewisser Grad „an Eigenleistung“ werde nötig sein – unabhängig vom Förderprogramm, machte Mair deutlich.

Alexander Fischer

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