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92,9 Prozent der Stimmen bedeuten für Anita Wölfle viel Rückenwind.

Ohne Gegenkandidat

In Wolfersdorf regiert jetzt eine Frau: Anita Wölfle holt 92,9 Prozent

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Sie war eine besondere Persönlichkeit: Anita Wölfle war am Wahltag die einzige bereits frühzeitig feststehende Bürgermeisterin. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Wolfersdorf – Anita Wölfle war am Sonntag eine ganz besondere Persönlichkeit. Sie war am Wahltag die einzige bereits frühzeitig feststehende Bürgermeisterin mangels Gegenkandidaten. Wölfle, die seit 2012 als 2. Bürgermeisterin fungierte, bekam am Sonntagabend 92,9 Prozent der Stimmen und ist nun offiziell Nachfolgerin von Sebastian Mair, der 24 Jahre lang an der Spitze der Gemeinde stand.

Sie wollte jenseits der 85 Prozent kommen

„100 Prozent der Stimmen wären ja Verhältnisse wie in Russland“, witzelte die bisherige 2. Bürgermeisterin Anita Wölfle über ihr Ergebnis. Sie war hochzufrieden, sogar die Schallgrenze der 90 Prozent Zustimmung ein gutes Stück überschritten zu haben. Ihre Hoffnung war ein Ergebnis jenseits der 85 Prozent – und das hat sie richtig locker geschafft.

Enttäuschung über nur 59,9 Prozent Wahlbeteiligung

Die Freude über eine nahezu perfekte Wahl war der künftigen Wolfersdorfer Bürgermeisterin deutlich anzumerken. Anita Wölfle war nur etwas enttäuscht von den 59,9 Prozent Wahlbeteiligung. Hier hätte sie sich mindestens die 60 Prozent gewünscht. Das war aber der einzige kleine Makel an dem Tag, den Wölfle als einzige Bewerberin für die Nachfolge von Mair recht ruhig verlebte. „Ab 16 Uhr hat die Nervosität dann aber doch zugenommen“, sagte sie. Schließlich ging es bei der Wahl auch ohne Kontrahenten um den Rückenwind durch ein gutes Ergebnis. 

Er hätte sich mehr erwartet: In Fahrenzhausen holte Rathauschef Heinrich Stadlbauer ohne Gegenkandidat nur 68 Prozent.

Alle Ereignisse und Ergebnisse der Kommunalwahl 2020 im Landkreis Freising gibt es in unserem Live-Ticker zum Nachlesen.

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