+
Bestens präpariert für Russland: Mit Fellmütze kündigt Agnes Burghardt im Rahmen der musikalischen Weltreise das Volkslied „Kalinka“ an. Später sollte es in wärmere Gefilde gehen und ein Sombrero zum Einsatz kommen.

Musikalische Reise

Liderhort Fidelitas sorgt für Matinee mit Gänsehautfaktor

Hohenkammer - Der Liederhort Fidelitas Hohenkammer nahm am Wochenende Musikbegeisterte mit auf eine klangvolle Reise um die Welt. Angereist waren zu der Matinee auch ganz besonderen Gästen.

Die Matinee im Schloss Hohenkammer hat bereits seit Jahren Tradition und ist nicht ohne Grund fester Bestandteil des Kulturprogramms von Hohenkammer. Unter der Leitung von Manfred Burghardt ging es zum Thema „Ein Lied geht um die Welt“ auf zu einer musikalischen Weltreise. Dieses Mal gab es auch eine kleine Premiere: Tochter Agnes dirigierte erstmals in der Geschichte der Matinee zwei Stücke selbst.

Sie sorgten für das i-Tüpfelchen: Der Kinderchor NewKammer, der von Chorleiterin Ursula Joachim auf der Gitarre begleitet wurde, begab sich mit „What shall we do with the drunken sailor“ auf große Seefahrt.

Der Kinderchor NewKammer war wieder mit von der Partie: 15 junge Talente unterstützten die Musiker. Als Reisegruppe, ausgestattet mit Reiseführern und Fotoapparaten, betraten die Kinder mit Chorleiterin Ursula Joachim die Bühne. Sie leiteten mit ihrem „Herbstlied“ die neue Jahreszeit ein. Nach der ersten Strophe war die Aufregung, die dem einen oder anderen ins Gesicht geschrieben stand, verschwunden, und der Spaß stand im Vordergrund.

Dann traten die Erwachsenen auf die Bühne und nahmen die Zuhörer mit auf eine Reise von Australien über Russland bis nach Mexiko. Auf charmante und witzige Art führte Agnes Burghardt durch das Programm und fand immer die passende Überleitung zum nächsten Lied. So zog sich die junge Frau, die gerade ihre Ausbildung zur Chorleiterin absolviert, zur Ankündigung des russischen Klassikers „Kalinka“ eine Fellmütze über den Kopf und überließ dann ihrem Vater das Dirigenten-Zepter.

Mit ihrer Interpretation des Hits „Ich brauche keine Millionen (Musik, Musik, Musik)“ zauberten die begabten Musiker dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht und animierten es zum Schunkeln. Mit „What Shall We Do With The Drunken Sailor“ begab sich der Kinderchor auf große Seefahrt, die in England, besser gesagt in London, ihr Ende nahm. Dort besuchte man Familie Banks im Kirschbaumweg Nummer 17 – und die Kinder gaben „Supercalifragilisticexpialigetisch“ von Mary Poppins zum Besten.

Dort übernahm dann der Liederhort wieder das musikalische Steuer und reiste mit „An Englishman In New York“ über den Big Apple nach Mexiko. „La Cucaracha“, das mexikanische Revolutionslied überzeugt dabei auf ganzer Linie. Manfred Burghardt ließ es sich nicht nehmen und begleitete seinen Chor mit Gitarre und – natürlich – Sombrero-Hut. Den Abschluss bildete Vangelis’ „Conquest Of Parardise“ aus dem Film „1492“: Die Version des Chors sorgte bei vielen im Publikum für Gänsehaut und sicherte den Musikern tosenden Applaus zum Abschied.

Es war ein Konzert mit außergewöhnlicher Gesangskunst, bei dem die Musiker auf ganzer Linie überzeugten. Bei jedem Stück spürte man die Leidenschaft der einzelnen Sänger und wünschte sich, die Matinee würde noch weiter andauern. Insgesamt war das Programm stimmig und abwechslungsreich. Die bewundernswerten Einlagen des Kinderchors sorgten für das i-Tüpfelchen.


Anna Schledzinski

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Patient (54) aus dem Klinikum Freising vermisst
Ein 54-jähriger Patient des Klinikums Freising wird seit Donnerstagvormittag gegen 11 Uhr vermisst. Der Mann, der wegen seiner gesundheitlichen Probleme dringend einen …
Patient (54) aus dem Klinikum Freising vermisst
(Fast) alle ächzen unter der Bruthitze
Freising ächzt unter der Hitze. Im Klinikum reißt seit Anfang der Woche die Versorgung von Kreislaufpatienten nicht ab. Im Baumarkt gibt’s einen Run auf Klimageräte – …
(Fast) alle ächzen unter der Bruthitze
Sie legen den Finger in die Wunde
Hochwasserschutz, Radwegbau und Baugrund für Familien: UBZ-Vorsitzender Karl Toth fordert, dass diese Themen mit mehr Druck vorangetrieben werden.
Sie legen den Finger in die Wunde
Ein „Neubau“ mit bewegter Geschichte
Sie ist eine kleine, aber feine Kirche – und sie hat eine lange Geschichte, die bis ins tiefe Mittelalter reicht: St. Valentin in Altenhausen. Der Nachfolgerbau feiert …
Ein „Neubau“ mit bewegter Geschichte

Kommentare