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Das neue Führungsteam der FFW Wolfersdorf (v. l.) Alexander Littel (scheidender 1. Kommandant), Bürgermeister Sebastian Mair, Littels Nachfolger Martin Taschner, 2. Kommandant Michael Reffgen, Ludwig Seitzl (1. Vorsitzender des FFW-Vereins) und Schriftführerin Andrea Burg. Zudem gehört Schatzmeister Karl Taschner zur Führungsriege.

FFW Wolfersdorf verabschiedet Alexander Littel

Nach 18 Jahren voller Akribie und Weitsicht: Wolfersdorfs FFW-Kommandant macht Platz für „frischen Wind“

Es war ein emotionaler Moment: 18 Jahre stand Alexander Littel an der Spitze der Feuerwehr Wolfersdorf. Am Samstagabend gab er das Amt des 1. Kommandanten an seinen Stellvertreter Martin Taschner ab.

Wolfersdorf Bürgermeister Sebastian Mair würdigte die Leistung des scheidenden Kommandanten: „Alex, du hast es immer verstanden, mit den Leuten gut auszukommen.“

Es sei ja nicht, weil es ihm „nimmer gefallen“ habe, begründete der 46-Jährige seine Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren. Vielmehr sei er der Überzeugung, dass nach einem so langen Zeitraum Platz für frischen Wind sein müsse. „Neue Besen kehren bekanntlich gut“, scherzte Littel. Vom langjährigen Kommandanten Anton Kaindl sei er 2002 als stellvertretender Kommandant „gut eingearbeitet“ worden, erinnerte sich Littel und lachte. Von 2008 an übernahm er Verantwortung als 1. Kommandant. Jetzt sei „Schicht im Schacht“, merkte Littel am Samstag in der Gaststube von Sepp‘s Treff mit einem Augenzwinkern an.

FFW-Kommandant blickt auf 18 Jahre zurück

Einen kleinen Rückblick zu geben, das ließ er sich nicht nehmen. Beim Brand einer Scheune in Ruhpalzing im September 2009 habe er sozusagen seine „Feuertaufe“ erhalten. Weitere Großbrände mussten 2015 in Sörzen und in Billingsdorf gelöscht werden. In seine Amtszeit sei auch das neue „Alarmierungszeitalter“ mit der Integrierten Leitstelle Erding (ILS) gefallen, das im Januar 2009 offiziell in Betrieb genommen wurde. Zwei neue Feuerwehrfahrzeug seien beschafft worden: das Mehrzweckfahrzeug „Lieserl“ (2008) und das Löschgruppenfahrzeug LF10 (2011). Unter Littels Regie seien 2017 sämtliche Schutzanzüge der Floriansjünger gegen modernere ausgetauscht worden.

Zum 30-jährigen Dienstjubiläum ausgezeichnet wurden Christian Bauer (3. v. l.) und Alexander Littel (3. v. r.). Für zehnjährige Mitgliedschaft erhielt Michael Reffgen (2. v. r) eine Ehrung. Es gratulierten Bürgermeister Sebastian Mair (l.), Kommandant Martin Taschner (2. v. l.) und FFW-Vereinsvorsitzender Ludwig Seitzl (r.).

2915 ehrenamtlich geleistete Einsatzstunden und 2483 Stunden für den Feuerwehrdienst allgemein listete Littel für das abgelaufene Jahr auf. Zusammengenommen habe man im Verein und in der aktiven Wehr mehr als 5000 Stunden für die Allgemeinheit geleistet. „Das ist eine stolze Zahl“, meinte der scheidende Kommandant. Sieben Mal sei man zu technischen Hilfeleistungen ausgerückt und zwei Mal zu Brandeinsätzen. Verkehrsabsicherung übernehme die Wehr bei kirchlichen und gesellschaftlichen Festen. Apropos Gesellschaft: Man habe immer „Hand in Hand gearbeitet in Wehr und im Verein“, bedankte sich Littel.

Littel wird sich jetzt verstärkt als Kreisbrandmeister engagieren

Vorsitzender Ludwig Seitzl hob den guten Zusammenhalt unter den Kameraden hervor: „Die Feuerwehr, das seid‘s ihr“, sagte er. Die Führung sei immer so gut wie jeder Einzelne in der Wehr. Mit einem guten Ausbildungsstand übergebe er die Mannschaft an seinen Nachfolger, betonte Littel. Martin Taschner sei bestens für das Amt geeignet. Er selber werde sich als Gruppenführer weiterhin in der aktiven Wehr einbringen. Seinem Amt im Kreisbrandkommando als Kreisbrandmeister wolle er mehr Zeit widmen.

Bürgermeister Sebastian Mair dankte dem scheidenden Kommandanten. „Der Alex“ sei mit seiner Routine eine große Stütze für die Gemeinde gewesen. Als neuer 2. Kommandant stellte sich Michael Raffgen zur Verfügung. Der Berufsfeuerwehrmann, der bei der Feuerwehr am TUM-Standort in Garching tätig ist, fand ebenfalls nur lobenden Worte für Littel. Er attestierte ihm eine „exzellente Führungsarbeit“ mit Akribie und Weitsicht.

Als Schatzmeister wurde Karl Taschner bestätigt. Schriftführerin bleibt Andrea Burg. Rückblick über die geleistete Arbeit in der Jugendfeuerwehr gab es von Jugendwartin Theresa Doll: etwa über die Teilnahme am Jugendwettbewerb „Deutsche Leistungsspange“.

Maria Martin

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