Außerordentliches geleistet: (v. l.) Pfarrer Stephan Rauscher, Vize-Bürgermeisterin Anita Wölfle und Bürgermeister Sebastian Mair (r.) mit den beiden Trägern der Bürgermedaille, Margarethe Adam und Michael Burg. 

Drei neue Bürgermedaillenträger in Wolfersdorf

Ohne das Ehrenamt würde Vieles nicht funktionieren

Ehre, wem Ehre gebührt: Die Gemeinde Wolfersdorf hat beim diesjährigen Tag des Ehrenamts drei Bürger ausgezeichnet, die sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg in besonderem Maße für öffentliche Belange engagiert haben – und zwar, ohne dabei auf den eigenen Vorteil zu schauen.

Wolfersdorf – Beim Festakt im Bürgersaal, an dem, unter klangvoller Mitwirkung der „Hoi-Finger Stubn-Musi“, gut hundert Leute teilnahmen, betonte Bürgermeister Sebastian Mair denn auch, wie wichtig das Ehrenamt sei. Als leuchtendes Beispiel nannte er den kürzlich von Feuerwehrlern gezeigten unermüdlichen Einsatz im Landkreis Traunstein, wo unter anderem auch Floriansjünger aus der Gemeinde ihren Dienst getan und unzählige Dächer vom Schnee befreit hätten.

Selbst in einer vergleichsweise kleinen Gemeinde“, gibt es laut Mair Bereiche, die ohne die Unterstützung freiwilliger Helfer „nicht funktionieren würden“. Als besonderes Merkmal der Ehrenamtlichen nannte das Gemeindeoberhaupt, dass die meisten nicht einmal „viel Aufhebens“ um ihre Leistungen machen würden. „Ich bin stolz, dass unsere Gemeinde solche Bürger hat“, sagte Mair, bevor er zur Tat schritt und Margarethe Adam, Michael Burg und Johann Mayer die Bürgermedaille samt Urkunde verliehen. Adam war nach den Worten von Mair 28 Jahre im Pfarrgemeinderat tätig. Sie hat sich bei kirchlichen Festen wie zum Beispiel beim Krippenspiel an Weihnachten, bei Erstkommunionfeiern und Kindergottesdiensten engagiert. Besonders hob Mair hervor, dass sich Adam für „die sozial Schwachen in unserer Gesellschaft“ eingesetzt hat. An dieser Stelle nannte er etwa die Sammlung für Pater Causapin, bei der stattliche Summen für die Ärmsten auf den Philippinen zusammengekommen seien. Nicht zu vergessen, dass sich Margarethe Adam bei der Betreuung der Asylbewerber im Ort besonders hervorgetan hat. „Du leistest hier wertvolle Hilfe für die Integration“, lobte Mair. „Als echten Allrounder“ und einen Mann, „den man überall gebrauchen kann“, bezeichnete Mair den langjährigen Vereinsvorsitzenden des SV Wolfersdorf, Michael Burg. Der sei nicht nur Gründungsmitglied des Stockschützenvereins, sondern auch „seit seiner Jugend“ aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. „Egal welcher Verein – immer, wenn jemand zum Aufbauen, Abbauen oder Ausschenken“ gebraucht würde, sei „der Michael zur Stelle“, hob Bürgermeister Mair die Hilfsbereitschaft des Geehrten hervor.

Der Dritte im Bunde der Bürgermedaillenträger konnte der Verleihung zum großen Bedauern Mairs nicht beiwohnen. Wegen Krankheit sei Johann Mair, der zwölf Jahre Vorsitzender der Krieger- und Bürgervereines Oberhaindlfing-Jägersdorf gewesen sei, leider verhindert. Medaille und Urkunde würden dem Sportleiter der Stockschützen, bei denen Mayer auch stets aktiv sei, aber selbstverständlich nachgereicht, versprach der Bürgermeister.

Dass es heuer „nur“ drei Bürger waren, die ausgezeichnet wurden, führte Mair darauf zurück, dass man im vergangenen Jahr etwa eine ganze Reihe von Gemeinderäten ausgezeichnet habe, die über 18 Jahre im Gremium tätig gewesen seien. So etwas komme eben nicht jedes Jahr vor.

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