+
Zwischen Bajazzo und Harlekin war dieser Clown in der Entourrage der Osseltshausener Schäffler angelegt. Wollte heißen: Man kann auch mal eine ernste Miene machen im launigen bis lustigen Faschingstreiben.

Goaßlschnalzer und Schäfflertanz

Schnalzen, tanzen, lustig sein

Die Wolfersdorfer Goaßlschnalzer haben für ein Glanzlicht im Fasching gesorgt. Die Musikgruppe unter der Leitung von Akkordeonspieler und Sänger Karl Papelitzky sorgte am Sonntag beim Alten Wirt zusammen mit den Osseltshausener Schäfflern für ein publikumsträchtiges Brauchtumsspektakel. 


Kabinettstücke und Clownerien begleiten den Auftritt der Schäffler aus Osseltshausen.

Wolfersdorf–  Da soll noch einer sagen, es gäbe keinen zentralen Platz für Kulturveranstaltungen im Ort. Die Goaßlschnalzer, ein blühender Zweig des Schützenvereins, haben am Sonntagabend ein gutes Beispiel abgegeben, wie man die Wolferdorfer hinter dem Ofen vorlocken kann. Mit Kind und Kegel und aus allen Richtungen kamen die Neugierigen, um einen Schäfflertanz der besonderen Art mitzuerleben. Begleitet von Clownerien und ein wenig Mummenschanz führten die Schäffler auf dem Parkplatz beim Alten Wirt ein Unterhaltungsprogramm der Extraklasse auf.

Möglich gemacht haben das Karl Papelitzky und die von ihm mitinitiierten und ins Leben gerufenen „Wolfersdorfer Goaßlschnalzer“. Schon von Weitem war das rhythmische Knallen zu hören, mit dem die „Schnoizer“ ihre Volkslieder zu begleiten wissen. Einfach ist das nicht. Denn man muss Schlag und Gegenschlag beherrschen. „Sonst wird das nichts“, verriet Papelitzky in einer schöpferischen Pause in der Gaststube beim Alten Wirt. Lange weilen konnte man da am Sonntag freilich nicht. Die Goaßlschnalzer waren schwer gefordert. Denn, die Schäffler samt Entourage, die gerade noch einen Auftritt in Baumgarten zu erledigen hatten, verspäteten sich. Mit ein paar Nummern Vorprogramm war es folglich nicht getan. Die Gruppe musste ihr gesamtes Repertoire ausschöpfen, damit die Leute nicht ungeduldig wurden. Gut 15 Titel umfasst das Musikprogramm der Goaßl-schnalzer, darunter auch ihre Erkennungsmelodie „Mir san Holledauer!“.

Das knappe Dutzend Schnoizer, darunter auch drei Frauen, gab alles. Was gut war, denn es fanden sich immer mehr Leute ein. Die Spannung stieg, die Stimmung auch. Nicht zuletzt hatten auch die Bedienungen beim Alten Wirt alle Hände voll zu tun. Das Warten sollte sich lohnen. Die „Osseltshausener Schäffler“ liefen mit Pauken und Trompeten ein. Sie hatten Clowns und Spaßmacher in ihren Reihen. Die Truppe wartete mit einem Schäfflertanz der besonderen Art auf. Sie banden Kinder und Eltern in ihren bunten Reigen ein, verliehen ihren Figuren mit Temperament und Anmut Ausdruck. „Klasse“, so etwas sieht man nicht jeden Tag“ fand denn auch das Publikum, das gar nicht genug kriegen konnte von dem Treiben. 

Alexander Fischer

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Rassismus-Eklat bei Fußballspiel: Kinder von Zuschauern übel beschimpft - Gegner wehrt Vorwürfe ab
Bei einem Spiel der C-Junioren des SE Freising ist es zu einem Rassismus-Eklat gekommen. Die Spieler wurden von Zuschauern und Gegnern übelst beschimpft. Die streiten …
Rassismus-Eklat bei Fußballspiel: Kinder von Zuschauern übel beschimpft - Gegner wehrt Vorwürfe ab
Drohendes Aus für Real-Märkte: Das sagt der Konzern über Freising
Die Supermarktkette Real wird es in ihrer heutigen Form wohl nicht mehr lange geben. Unsere Zeitung hat sich nach der Zukunft der Freisinger Filiale erkundigt.
Drohendes Aus für Real-Märkte: Das sagt der Konzern über Freising
Debatte um ELA-Erweiterung: Stadträte kommen nach Pfrombach
In Pfrombach bleiben die Erweiterungspläne der Firma Ela Container heftig umstritten. Nun hat Moosburgs Stadtrat eine Entscheidung vertagt - und plant einen Ortstermin.
Debatte um ELA-Erweiterung: Stadträte kommen nach Pfrombach
Deutliche Worte: Moosburger Feuerwehr beklagt zunehmenden Egoismus der Gesellschaft
Bei der Moosburger Feuerwehr herrscht Frust: Kommandant Josef Schwertl beklagt in deutlichen Worten und an einem konkreten Beispiel den wachsenden Egoismus der …
Deutliche Worte: Moosburger Feuerwehr beklagt zunehmenden Egoismus der Gesellschaft

Kommentare