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Was für ein Klangerlebnis! Die Musiker des Münchner Rundfunkorchesters entführten die Zuhörer des 11. Patenkonzerts in der Wolfersdorfer Kirche in eine Welt des musikalischen Zauberers.

Münchner Rundfunkorchester zu Gast  

So „zauberschön“ war das Patenkonzert in Wolfersdorf

Sie haben lange für dieses Konzert geprobt – und als der große Moment endlich gekommen war, sind sie förmlich über sich hinausgewachsen: Die Wolfersdorfer Schulkinder verzauberten gemeinsam mit dem Münchner Rundfunkorchester das Publikum in der Wolfersdorfer Kirche – und das nicht nur als Musiker, sondern auch als Schauspieler.

Wolfersdorf„Es  war  so zauberschön!“, schwärmte eine Zweitklässlerin nach dem Konzert von Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters in Wolfersdorf, zu dem neben zahlreichen Eltern und Großeltern auch Landrat Josef Hauner und Schulamtsdirektorin Irmintraud Wienerl gekommen waren. Der Grund für diese Wortschöpfung des Mädchens war wohl der Titel des 11. Patenkonzerts „Rhythmuszauberei“ – gepaart mit den vielen besonderen Erlebnissen, das dieses Konzert mit sich brachte. Besonders, weil das Lauschen und tiefe Eintauchen in die Musik den Kindern genauso gut gelang wie das gemeinsame Musizieren: Zu Mozarts berühmtem „Alla Turca“ spielten die „Musikwölfe“ der vierten Klasse der Grundschule Wolfersdorf mit den Musikern des Münchner Rundfunkorchesters ebenso gekonnt wie ihre jungen Kollegen aus der dritten Klasse zu Rossinis „Tarantella“.

Viele Wochen und Monate hatten die Patenkinder des Münchner Rundfunkorchesters für ihre Rolle als Musiker, Schauspieler, Chor- oder Zirkuskinder geprobt. „Sie sind im Konzert über sich hinaus gewachsen“, lobte Martina Oberhauser ihre Schützlinge. „Es ist unglaublich, was sie durch die gemeinsame Probenzeit für eine Entwicklung gemacht haben. Sie derart in ihrer Rolle aufgehend im Konzert zu erleben, war wunderschön.“

Ihren großen Auftritt hatten auch die „Musikwölfe“ aus der dritten Klasse. Viele Wochen und Monate hatten sich die Kleinen auf das Konzert vorbereitet.

Verzaubert wurden die Zuhörer sowohl durch das gemeinsame Musizieren von Kindern und Musikern als auch durch die Darbietung von klassischer Musik auf höchstem Niveau. Man hätte eine Stecknadel auf den Boden fallen gehört, als Ravels weltberühmter „Bolero“ (kammermusikalische Fassung von Kanefzky) begann, in dem Damien Lingard mit seinem Posaunensolo genauso überzeugte wie Franz Kanefzky am Horn. Schlagzeuger Andreas Moser gab durch seinen sensiblen, gleichsam forcierenden Rhythmus an der Kleinen Trommel dem Stück seine Seele. Bei Mozarts Oboen-Quartett brillierte Jürgen Evers als Solist und zog das Publikum in seinen Bann.

Magische Momente: Die Schulkinder klärten in ihren Schauspielrollen die Frage, ob nun Zauberer oder Komponisten besser zaubern können.

Dass das aktive Zuhören auch schon bei den kleinsten Schulkindern so gut geklappt hat, ist der guten Vorbereitung in den Klassen zu verdanken: Oberhauser stellt jedes Jahr eine Lehrermappe mit Unterrichtsmaterial zusammen, das gezielt und auf spielerische Art und Weise auf die Musik des Konzerts vorbereitet. Dadurch wird die Musik von Mozart, Beethoven und Co. den Kindern vertraut – und das Live-Erlebnis im Konzert umso intensiver. Und so lauschten die Patenkinder des Münchner Rundfunkorchesters bei der Welturaufführung „Gewitter und Sonne“ (Kanefzky) ebenso gespannt wie bei Andreas Mosers Stück „Dohaun“ für Vibraphon-Solo.

Auch der Humor kam nicht zu kurz. Moser, Schlagzeuger des Münchner Rundfunkorchesters und ein ausgesprochenes Multitalent, moderierte das Konzert gemeinsam mit den Kindern, die als Zauberer, Mozart und Beethoven mit abwechslungsreichen Dialogen die Frage klärten, ob nun Komponisten oder Zauberer besser zaubern könnten. „Beide zaubern auf ihre Weise“, resümierten die kleinen Schauspieler am Ende des Konzerts und beschworen prompt einen ganzen Zirkus in die Kirche: Verkleidet als Tiere und Artisten, marschierten die Erstklässler zum berühmten „Zirkusmarsch“ durch das Gotteshaus.

Mit der Schulhymne verwandelte sich die Kirche schlussendlich in einen einzigen großen Klangkörper und ließ ertönen, was jeder fühlte: „Musik, die macht uns Wölfen Spaß und auch für Großes ist das was. Das RO (Rundfunkorchester) nimmt uns bei der Hand, zeigt uns der Musik Wunderland!“

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