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Ein Netz wider den Borkenkäfer: Die Vorführung der Waldbesitzervereinigung in Wolfersdorf stieß auf großes Interesse. Gut 50 Teilnehmer zählten die Veranstalter.

Alternative Methoden zur Borkenkäfer-bekämpfung

Der Vorteil am Netz: „Weniger Chemie“

Der Borkenkäfer bereitet nach wie vor Probleme. Waldbauern haben schwer zu kämpfen mit dem Schädling. Da kam die Vorstellung von Methoden, bei denen sich der Einsatz von Spritzmittel in Grenzen hält, gerade recht.

Wolfersdorf – Im Bereich Nutzholz ist er nach wie vor ein Thema, der „Lineatus“, auch Borkenkäfer genannt. Eines mit Brisanz, wie sich am Donnerstag bei der Vorführung der Waldbesitzervereinigung zeigte. Es ging darum, Alternativen aufzuzeigen, die effektiv sind, aber mit weniger Chemie auskommen. Etwa 60 Waldbauern aus dem gesamten Landkreis wohnten der Präsentation bei.

Dabei stellte der Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung, Josef Denk, klar, dass es sich um „kein Zaubermittel“ sondern lediglich um eine Möglichkeit handelt, mit weniger Spritzmitteleinsatz auszukommen. Die Rede war von einem engmaschigen, in Insektizid getränktem Netz, das dem Borkenkäfer keine Chance lässt. Von außen kommen die Schädlinge nicht hinein und von drinnen nicht mehr heraus.

Denk stand zusammen mit dem Schädlingsbekämpfungsexperten Ludwig Lutz vor einem großen Holzstapel. Auch und gerade gefällte Bäume, gelten als Eldorado für den Borkenkäfer. Sehr zum Ärger der Waldbauern, denen ihr Ertrag binnen kürzester Zeit durch die Lappen zu gehen droht. Kein Wunder, dass sie dicht zusammen standen und mit Neugier verfolgten, wie Denk und Lutz das Netz über den Holzstapel ausbreiteten.

Auch Waldbauer Michael Rottenkolber aus Hohenkammer verfolgte das Treiben aufmerksam. Zur Problematik „Borkenkäfer“ meinte er: „Klar muss man aufpassen“. Am besten, der Käfer komme gar nicht ins Holz hinein. Wie das zu bewerkstelligen ist, erklärte Lutz. Er lobte die Netztechnologie. Hauptsächlich deshalb, weil man mit einer vergleichsweise geringen Menge an Schädlingsbekämpfungsmittel auskomme. Natürlich gelte es die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten, aber das vorgeführte Netz sei ein handelsübliches Produkt, das mittlerweile von mehreren Herstellern angeboten würde, sagte Lutz.

Denk stellte noch eine andere Methode zum Schutz des liegenden Holzes vor. Eine, bei der ein etwas kleineres Netz auf einem Dreifuß anbei gestellt wird. Das lockt den Käfer mit einem Duftstoff (Pheromon) an und tötet ihn dann ab. So martialisch das auch klingen mag, nicht wenige der umstehenden Waldbesitzer nickten zufrieden ob dieser Vorstellung.

Alexander Fischer

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