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Formiert: (v. l.) Schriftführer Dominik Reiser, 2. Vorsitzender Christian Grabichler, Vorsitzender Johannes Denk, 2. Kassier Thomas Festner und Kassier Andreas Grünberger.

Jahreshauptversammlung

Wahlen beim Burschenverein Wolfersdorf: Der Grindla und neue Leiberl

Jahreshauptversammlung beim Burschenverein Wolfersdorf: Wer die Glocke läutet, muss eine Lokalrunde zahlen. Und, wer gute Arbeit leistet und weitermachen will, der wird auch prompt wiedergewählt.

Wolfersdorf – Die Tradition wird großgeschrieben beim Katholischen Burschenverein. Das betrifft nicht nur die Handhabe der „Burschen-Glocke“, sondern auch das Prozedere bei den jährlich stattfindenden Neuwahlen. Die Wahl findet schriftlich statt und es muss für jeden Posten einen Gegenkandidaten geben.

Das macht die Sache mitunter spannend. Diesmal setzten sich aber bis auf den Vizevorsitzenden Marco Geier und den zweiten Kassier Michael Grünberger die gleichen Führungskräfte wie im Vorjahr durch. Geiger und auch Grünberger hatten sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

Viele Striche für den Grindla

Favorit Hofname: Für den „Grindla“ (Johannes Denk) notierte Johannes Förster die meisten Stimmen.

Anders als der 1. Vorsitzende, Johannes Denk. Der legte nicht nur einen durchweg positiven Rechenschaftsbericht vor, sondern er machte auch deutlich, dass er noch einmal zur Verfügung steht. Falls man das wolle. Man wollte, wie sich bei der Wahl herausstellte. Die Striche hinter dem Hofnamen „Grindla“ reichten, bis auf ein Paar „Abtrünnige“, die den Gegenkandidaten unterstützen, nahe an das Optimum von 41 Wahlberechtigten heran. 

Denk hatte auf eine ganze Reihe gut gehender Veranstaltungen wie etwa die jährliche Christbaumversteigerung oder die „Christmas-Party“ hingewiesen. Auch die eine oder andere Fahnenweihe zählte Denk zu den herausragenden Ereignissen des Vereinsjahres 2017/2018. Was den Teilnehmern laut Denk bestimmt in Erinnerung bleiben dürfte, war ein zweitägiger Ausflug zum Burschenverein „3 Rosen Pirkensee“.

Zwangspause für Theateraufführungen des Vereins 

Kassier Andreas Grünberger erwähnte in seinem Bericht indes, dass man noch einmal knapp fünfzig Polo-Shirts, sprich „Leiberl“ mit dem Aufdruck des Burschenvereins angeschafft habe, bevor die Präferenz mit den Logos auslaufe. Dass die traditionelle Theateraufführung des Vereins nun schon zum zweiten Mal hintereinander ausgefallen ist, das bedauerte Grünberger ausdrücklich.

Die Theateraufführungen des Burschenvereins im Feuerwehrhaus waren stets gut besucht. Sie hatten sich über Jahrzehnte hinweg zum festen Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens im Ort entwickelt. Als Grund für die Zwangspause galt, dass Regisseurin Alexandra Wennesz ihr Engagement aufgegeben hat.

Endlich hat sich wieder eine Regie gefunden

Aber, sehr zur Freude von Grünberger und der gesamten neu formierten Führungsriege zeichnet sich aber eine vereininterne Lösung im Verein ab. Auch wenn es für eine offizielle Bestätigung noch zu früh ist, wie Schriftführer Dominik Reise jetzt mitteilte, „hat sich nach mehrmaligen Aussetzen endlich wieder eine Regie gefunden“. 

Demnach darf sich das begeisterungsfähige Publikum in Wolfersdorf und Umgebung im kommenden Frühjahr auf „ein lustiges Theater“ gefasst machen. Von Alexander Fischer

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