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„Können nichts verlieren, aber viel gewinnen“: Wolfersdorf stimmt für Konzept zum Glasfaser-Ausbau

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Glasfaserkabel in der Erde
Der Wolfersdorfer Gemeinderat stimmte für den Abschluss eines Kooperationsvertrags zwischen der Gemeinde und der GigaNetz GmbH. © Carsten Rehder

Auch die Gemeinde Wolfersdorf hat sich dafür entschieden: Für den Glasfaserausbau nimmt man die Kooperationsvereinbarung mit der GigaNetz an.

Wolfersdorf – Nachdem am 27. Oktober im Zollinger Bürgerhaus die Deutsche GigaNetz GmbH ein Konzept zum eigenwirtschaftlichen Ausbau einer gigabitfähigen Glasfaserinfrastruktur für die vier Gemeinden der VG vorgestellt hatte, war Vertreter Martin Marks vergangenen Donnerstag nun auch in der Wolfersdorfer Gemeinderatssitzung zu Gast. Mit einer detaillierten Präsentation des GigaNetz-Vorhabens wollte er die Ratsmitglieder davon überzeugen, eine Kooperationsvereinbarung mit der GigaNetz einzugehen. Das Vorhaben gefiel: Anita Wölfle wurde als Bürgermeisterin einstimmig dazu ermächtigt, eine solche Vereinbarung abzuschließen.

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Bevor Marks das Konzept der GigaNetz vortrug, präsentierte er den Gemeinderatsmitgliedern die wichtigsten Vorteile auf einen Blick: „Sobald wir als Unternehmen das ‚Go’ bekommen, geht es bedeutend schneller als über den langen Weg der staatlichen Fördermaßnahmen“, so Marks. „Zudem entstehen seitens der Gemeinde keine Kosten, wir arbeiten komplett eigenwirtschaftlich.“

Technik für 80 Jahre

Die Bedingung, an die das Vorhaben geknüpft ist, setzt voraus, dass 40 Prozent der Haushalte sich bereit erklären, einen Zwei-Jahres-Vertrag abzuschließen. Hier bietet die VG einen großen Vorteil für die einzelnen Gemeinden: „Falls beispielsweise in Wolfersdorf nur 30 Prozent der Haushalte mitmachen möchten, in der VG insgesamt aber über 40 Prozent erreicht werden, dann werden wir trotzdem in allen vier Gemeinden ausbauen.“ Ein weiteres Versprechen: „Wenn wir die Glasfasern jetzt verbuddeln, dann hält unsere Technik der steigenden Datennutzung die nächsten 80 Jahre stand.“

Gemeinderat Josef Denk sieht den Kooperationsvertrag kritisch: „Wir müssen uns 30 Jahre an Vorschriften halten, aber es ist nicht festgelegt, woran die GigaNetz sich halten muss.“ Marks versuchte, die Sorgen des Gemeinderats jedoch zu entkräften: „Die Verträge sind allgemein verfasst. Wenn Sie sagen, dass Sie mit uns arbeiten wollen, dann machen wir den Vertrag so genau, wie Sie es möchten.“

Einstimmige Abstimmung

Bürgermeisterin Anita Wölfle zeigte sich von dem Vorhaben überzeugt: „Wir können damit nichts verlieren, aber viel gewinnen.“ Wölfles Meinung spiegelt sich auch in der Entscheidung des Gremiums wider: Einstimmig votierten die Wolfersdorfer Gemeinderäte für den geplanten Glasfaserausbau und ermächtigten Wölfle, den Kooperationsvertrag mit der GigaNetz einzugehen.

Pascale Fuchs

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