Der Bücherschrank steht offen
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Betreiben bereits Mundpropaganda für den Schrank: (v. l.) Brigitte Lampl und Bürgermeisterin Anita Wölfle.

Über 200 Bücher in vier Kategorien warten auf die Leser

Hingehen, nehmen, lesen, zurückgeben - so funktioniert der Wolfersdorfer Bücherschrank

Wolfersdorfs Leseratten haben es in Zukunft leichter, ihrem Hobby zu frönen. Denn der lang ersehnte, rund um die Uhr geöffnete Bücherschrank an der Turnhalle ist eröffnet.

Wolfersdorf - Er ist gut gefüllt: Über 200 Bücher in vier Kategorien warten direkt links neben dem Eingang auf Abnehmer. Die Handhabe „ist denkbar einfach“, wie Ideengeberin Brigitte Lampl und Bürgermeisterin Anita Wölfle bei der Präsentation der neuen Einrichtung erklärten: Einfach hingehen, ein Buch auswählen und es mit nach Hause nehmen. Und, nach der häuslichen Lektüre natürlich wieder zurücklegen. Wer will, kann auch Bücher aus dem eigenen Fundus dazutun. „Sofern Platz ist“, erklärte Wölfle. Aktuell, so kurz nach Inbetriebnahme des Stahlschranks, sind die Regale pickepackevoll.

Lohhof lieferte das Beispiel - egal, ob mit oder ohne Bahnhof

Auf die Idee, dass so etwas auch in Wolfersdorf eine feine Sache wäre, ist Lampl, die den Bücherschrank fortan auch betreut, bei Besuchen in Lohhof gekommen. Dort gibt es ebenfalls einen für alle frei zugänglichen Bücherschrank. Und zwar in Bahnhofsnähe. So einen zentralen Ort hat man in Wolfersdorf nicht. Aber die Turnhalle in direkter Nähe zur Artpraxis und zum Kindergarten macht laut Anita Wölfle ebenfalls Sinn.

Zur Ausstattung sagte Lampl: „Wir haben Krimis und Thriller, normale Romane, historische Romane sowie Kinder- und Jugendbücher.“ Auch Kochbücher und Fachbücher, beispielsweise über Motorradpflege, sind darunter. Kosten sind der Gemeinde keine entstanden, wie Wölfle betont. Den Schrank habe man schon gehabt, und die Bestückung sei aus Bücherspenden und Schenkungen bestritten worden. Der Bücherschrank soll jetzt noch eine plakative Beschriftung bekommen, damit man schon von Weitem sehen kann, um was es sich handelt. Außerdem kündigte Wölfle an, noch tüchtig Werbung machen zu wollen für die neue, kostenlose Leihbibliothek im Ort.

Einen Passanten gewann die Bürgermeisterin gleich als Leser

Für Mundpropaganda ist gesorgt. Einem Passanten rief Wölfle spontan entgegen: „Schau mal, hier kannst Du Dir ein Buch holen, wenn Dir mal langweilig ist!“ Eine Empfehlung, die gleich auf Interesse stieß. Auch auf der Homepage der Gemeinde soll es einen entsprechenden Hinweis geben.

Alexander Fischer

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