Im Zirkus Echolino sind die Kleinen ganz groß

Eching - 80 Nachwuchs-Artisten, allesamt Echinger Kinder, begeisterten am Samstag im vollen Zirkuszelt ihr Publikum mit einer spektakulären Gala. Zum 17. Mal hatte der Kindermitmachzirkus „Echolino“ im Freizeitgelände Station gemacht - wie immer ein Höhepunkt im Ferienprogramm der Gemeinde.

Unter Anleitung dedes echten Familienzirkus Roberto um Direktor René Frank und unterstützt vom Team des Jugendzentrums wurde täglich eine Woche lang das ganze ABC aufregender Zirkuskünste eingeübt: Akrobatik in der Luft am Arialring, Trapez oder Vertikalseil, am Boden mit Clownerien, Stelzen, Trampolin oder Zauberkiste. Zusätzlich zum erlebnispädagogisch ausgerichteten Unterricht gab es auch ein Mittagessen im Biergarten des Tennisheims.

Damit stellte die Zirkuswoche automatisch auch eine entspannte Zeit für die Eltern dar. Auch, weil das gesamte Terrain zur „elternfreien Zone“ erklärt worden war. Und: Über alle Details galt es Stillschweigen zu bewahren, damit die Überraschung für Mama, Papa und Co. bei der Vorführung umso größer ist.

Am Samstagnachmittag fieberten die kostümierten Stars in der Manege ihrem Auftritt entgegen. Als erstes galt es, sich gemeinsam mit einer „Mutmachformel“ einzuschwören: „Wir sind nicht der größte und auch nicht beste (Zirkus), doch dass wir gut sind, sagen unsere Gäste.“ Knapp 20 Nummern hatten die Echolino-Kids für ihr Zirkusprogramm einstudiert - und in allen Gesichtern waren, neben Anspannung und Konzentration, auch Freude und Stolz über die eigene Leistung erkennbar.

Gleich zum Auftakt zeigten mechanische Puppen im Dirndl mit einem „Aufziehmechanismus“ in Form eines Baby-Schnullers Mut und Gelenkigkeit. Wirkungsvoll in Szene gesetzt wurden die einzelnen Beiträge mit cineastischen, musikalischen oder literarischen Anspielungen - etwa aus dem Fluch der Karibik bei der abenteuerlichen Schwert-Nummer oder der Harry Potter, wo das Quiddich-Spiel der Lüfte auf Einräder verlegt wurde. Die Echolino-Akrobaten verkörperten das Märchen von Rapunzel und den langen Haaren eindrucksvoll am Vertikalseil oder spielten das angesagte „Pokemon Go“ unter erschwerten artistischen Bedingungen auf Stelzen.

Auch das Publikum durfte mitspielen - ausgerechnet in einer Clown-Nummer. Darin formierten sich ein Dutzend „Freiwillige“ zu Denkmalsfiguren. Besonders amüsant: ein nachgestellter Boxkampf bekam den Titel „Merkel gegen Seehofer“. Viele Ideen kamen dabei auch von den Helfern im Alter zwischen 15 und 23 Jahren, von denen viele seit Jahren dabei sind. Ein typischer Zirkus-Anfänger ist Artur, sieben Jahre alt, der heuer zum ersten Mal dabei ist und sich als Akrobat präsentieren durfte. Schon jetzt steht für ihn fest: „Im nächsten Jahr möchte ich wieder mitmachen - am liebsten am Vertikalseil!“

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