Kinder zeigen, was sie können

Zirkusgala Echolino: „. . . dann tanzen sie noch heute!“

Mit 80 begeisterten und talentierten Nachwuchs-Artisten ging der Kindermitmachzirkus Echolino am Samstagnachmittag mit einer spektakulären Gala im vollbesetzten Zirkuszelt zu Ende. Eine Woche lang hatte man intensiv geprobt.

Eching – Das kunterbunte Zirkusprogramm ist seit 2001 das Highlight im Kinderferienprogramm der Gemeinde. Sogar ein Team des Bayerischen Rundfunks begleitete heuer einen Tag lang die Echinger Artisten im Alter von sechs bis dreizehn Jahren. Ausgestrahlt wird der Kurzbeitrag voraussichtlich am 20. September um 19 Uhr.

Organisiert wird das erlebnispädagogisch ausgerichtete Angebot vom dreiköpfigen JUZ-Team unter Leitung von Markus Schweikert, das wiederum von insgesamt 13 Helfern unterstützt wird. Den abenteuerlichen Anstrich freilich bekommt der Mitmach-Zirkus durch die vielköpfige Zirkusfamilie Roberto, aktueller Stand der traditionellen Dynastie unter Oberhaupt Rene Frank: neun Kinder, zwölf Enkel und vier Urenkel, der jüngste 14 Tage alt. Kein Wunder, dass der Roberto-Clan die Echinger Nachwuchsartisten nachhaltig begeistern kann.

Viele der Echolino-Kids kommen, wenn sie einmal „Zirkusluft“ geschnuppert haben, gerne wieder. So auch Rebecca – und die hat kurzerhand ihren Bruder mitgebracht. Der achtjährige Fabian war erstmals mit von der Partie und hatte als Clown eine besonders bunte und lustige Rolle übernommen. Sogar diverse Rollenwechsel vom Zirkuskind zum Betreuer gibt es zu verzeichnen: Die 19-jährige Theresa Völkl gehört nach ihrer langen Zeit als Zirkuskind mittlerweile zum vierten Mal dem Helferteam an.

Rund 20 Nummern haben die Echolino-Kids in nur fünf intensiven Tagen für ihr rund dreistündiges Programm einstudiert. Bei Boden- oder Luftakrobatik, auf Einrad oder Stelzen und als Clowns präsentierten sie mit Freude und Stolz ihr Können. Regelrecht den Atem angehalten haben die Gäste, überwiegend Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde, insbesondere bei den Nummern hoch oben unter der sternenübersäten Zirkuskuppel, wo böse „Unwesen“ am Vertikalseil, Wassergeister mit dem Yogatuch oder Voodoo-Tänzer am Vertikalseil ebenso sicher wie mutig ihre akrobatischen Solo-Auftritte bestritten. Etwas für Augen und Ohren waren auch die tollen Choreografien und Mini-Handlungen, in die die einzelnen Elemente tänzerisch und mimisch eingebettet wurden, wie beispielsweise der Tanz der Vampire bei den Bodenakrobaten, die Kombination von Zauberei und Jonglage mit einer Szenerie aus dem Sherwood Forest, oder das eindrucksvoll gruselige Spiel aus Transsylvanien, wo sich vier kleine Mädchen in willenlose Aufziehpuppen verwandelten.

Eingebettet waren die einzelnen Programmteile in eine märchenhafte Geschichte, die vom Zirkus-Chef persönlich vorgetragen wurde, die ihn durch Raum und Zeit – direkt zu den Echinger Kindern und mittenhinein in den turbulenten Echolino-Zirkus führte. Beim Überraschungsfinale zogen alle Akteure in die Manege ein – und tanzten und sangen für ihre Gäste gemeinsam das Lied „So ein schöner Tag“, sagten damit „Auf Wiedersehen“ im kommenden Jahr – oder wie es im Märchenbuch des Zirkusdirektors hieß: „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute.“

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