Bürgermeister Max Riegler hält eine 1275-Jahrfeier für eine Bereicherung in Zolling.

1275-jähriges Gemeindejubiläum

Zolling feiert sich

Zolling - Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen. 2019 steht in Zolling ein Jubiläum an. Der Ort wurde dann genau vor 1275 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt. Grund genug für eine Debatte im Gemeinderat, wie groß die Feier zum mehr oder weniger Runden ausfallen soll.

Es wird eine 1275-Jahr-Feier geben im Jubiläumsjahr 2019. Dazu hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einen Grundsatzbeschluss gefasst. Auf Anraten vom Bürgermeister Max Riegler und seines Stellvertreters Karl Toth. Riegler sprach von einem „Gemeinschaftsprojekt“ und davon, dass man möglichst viele Vereine und Bürger einbinden sollte bei der Ausrichtung.

Die Frage, ob das Sinn macht, nach der 1250-Jahr-Feier 1994, sie stellte sich dennoch. Wenn auch nur rhetorisch. „Wir sollten uns überlegen, ob wir das besonders feiern wollen?“, fragte Toth in die Runde. Gleichzeitig schlug er vor, „die Bürger mitzunehmen und darzustellen, was wir haben und was wir können“. Riegler erklärte, Toth habe sich schon eine Menge Gedanken gemacht. Der verwies auf eine Reihe von Vereinsjubiläen im Jahr 2019 und darauf, dass man sich das doch zunutze machen könne. Ihm schwebe „ein Festzug der Vereine“ und etwa eine Fortschreibung der Ortschronik vor, sagte Toth. Natürlich müsse man „ein bisschen Geld in die Hand nehmen“ für eine ordentliche Feier, aber, „das sollte es uns wert sein“, warb der stellvertretende Bürgermeister um Zustimmung.

Aus Sicht von Riegler lässt sich damit das Dorfleben „durchaus beleben“. Eine Jubiläumsfeier stellt seiner Meinung nach eine gute Gelegenheit dar, etwas für das gesellschaftliche und kulturelle Leben in Zolling zu tun. Direkt widersprechen wollte dem niemand. Mathias Westermeier wandte jedoch ein, dass man es vielleicht nicht so machen solle wie in Allershausen, wo sich die Feierlichkeiten „das ganze Jahr“ hinweg hingezogen hätten. Dafür sei der Anlass nicht außergewöhnlich genug. Wie er auf Nachfrage erklärte, sei der ganze Aufwand mit hohen Kosten verbunden. Er vertrat jedenfalls die Ansicht, dass man es nicht übertreiben sollte mit der Jubelfeier. Ihm würde ein Festwochenende, an dem sich die Feierlichkeiten konzentrierten, besser gefallen, gab er zu verstehen. Man kam überein, nicht zwangsweise etwas erfinden zu müssen zu einer 1275-Jahr-Feier. Dass es aber eine geben soll und dass es dafür eines Konzepts, sprich womöglich eines Gremiums bedarf, in dem Punkt herrschte Einigkeit im Gemeinderat. Ins Detail zu gehen, das sei laut Riegler noch gar nicht nötig. Ihm sei es wichtig gewesen die Frage grundsätzlich zu klären, machte er deutlich.

Alexander Fischer

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