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Die Rathauschefs Max Riegler (l.) und Karl Toth (r.) namen die frischgebackenen Ehrenbürger in ihre Mitte (v. l.) Otto Wiesheu, Franz Obermeier und Georg Wiesheu.

Ohne Vereine würde ein großer Teil Kultur wegbrechen

Besondere Auszeichnung in Zolling: Drei Ehrenbürger auf einen Streich

Zollinger, die sich in besonderer Weise um das Gemeinwohl verdient gemacht haben, wurden mit nun der Ehrennadel und mit der Bürgermedaille ausgezeichnet. Und drei Politiker sind ab sofort Ehrenbürger. 


ZollingDer Wert des Ehrenamts ist in der Gemeinde Zolling kein leeres Wort. Unterschiedliche Möglichkeiten der Anerkennung sieht die Ehrenordnung der Gemeinde vor. Wer mindestens 20 Jahre lang als Vorsitzender eines oder mehrerer Vereine Verantwortung übernommen hat, wird mit der gemeindlichen Ehrennadel geschmückt. Die Bürgermedaille werde an einen Personenkreis verliehen, der besondere Leistungen auf kommunalem, kulturellem, wirtschaftlichem, sportlichem oder karitativem Gebiet erbracht habe, betonte Bürgermeister Max Riegler. Die Besonderheit dieser Auszeichnung werde schon alleine dadurch zum Ausdruck gebracht, dass die Anzahl auf zehn lebende Personen begrenzt bleibe. Die Ernennung zum Ehrenbürger durfte Riegler gleich an drei Personen vornehmen: Franz Obermeier, Georg Wiesheu und Otto Wiesheu.

Ehrenamt sei im höchsten Maße Ausdruck eines sozialen Lebens, betonte Riegler. Wer bereit sei, sich mit seiner Arbeitskraft für andere zu organisieren, mache dies in der Regel nicht aus Gründen der öffentlichen Anerkennung. Es gehöre viel Bereitschaft zum selbstlosen Handeln dazu, um bei aller Mehrarbeit – in der Regel in der Freizeit – bei der Stange zu bleiben und unbeirrt im Ehrenamt tätig zu sein. Gerade in einer Zeit, in der die Wohlstandsgesellschaft zu Tendenzen der Individualisierung neige, brauche es Menschen, die dazu bereit seien, sich für das Zusammenleben zu engagieren, betonte der Bürgermeister. „Ohne Sie alle wäre der Landkreis weniger Wert“, sagte Landrat Josef Hauner. Ohne Vereine und deren engagierter ehrenamtlicher Helfer würde ein großer Teil der Kultur wegbrechen.

Neben 17 Personen, die mit gemeindlicher Ehrennadel oder Bürgermedaille ausgezeichnet wurden (Namen am Ende des Artikels), durften sich gleich drei Politiker über die Ehrenbürgerwürde freuen: Georg und Otto Wiesheu sowie Franz Obermeier. Riegler ließ deren Wirken in einer kurzen Vita Revue passieren. Der Beginn der Amtszeit von Franz Obermeier als Zollinger Bürgermeister im Jahr 1978 sei mit der Gründung der Verwaltungsgemeinschaft zusammengefallen. Eine schwierige Aufgabe, die Obermeier jedoch hervorragend gemeistert habe. Die Mitgliedsgemeinden arbeiteten heute noch hervorragend zusammen. Ähnlich turbulent sei der Amtsantritt von Georg Wiesheu zum Gemeindeoberhaupt gewesen. Nach der Kandidatur Obermeiers zum Landrat habe ein Nachfolger für den Chefsessel im Rathaus gefunden werden müssen. Doch „der Schorsch“ habe schnell an Fahrt aufgenommen, erinnerte Riegler: Dreifachturnhalle, Bürgerhaus und drei Feuerwehrhäuser seien unter anderem in seiner Ägide erbaut worden. Mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an den früheren bayerischen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu drücke die Gemeinde ihren Stolz aus, dass einer „aus ihren Reihen“ international viel beachtete Wirkung entfalten konnte. Die neuen Ehrenbürger trugen sich in das Goldenen Buch der Gemeinde ein.

Gut zu wissen

Die gemeindliche Ehrenamtsnadel erhielten: Heidi Allwang, Markus Bauer, Bernd Hoisl, Konrad Off, Mathias Westermeier, Georg Völkl, Irmgard Wiesheu, Lisa Forster, Anton Ausfelder, Ingrid Kilian, Joachim Benz, Josef Wöhrl sen. und Martin Ester. Ehrung für herausragende sportliche Leistung: Johannes Halbinger. Bürgermedaille Johann Graßl, Hans Halbinger

Ehrenbürgerschaft: Franz Obermeier, Georg Wiesheu und Otto Wiesheu.

Maria Martin

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