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Für 140 Aufträge haben rund 110 Arbeitskräfte etwas mehr als zwei Wochen Zeit. Jeder Tag, den das Werk stillsteht, kostet Geld.

Revision

Biomasseheizkraftwerk Zolling: Maschinen haben Pause

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Zolling - Für mehr als zwei Wochen steht das Biomasseheizkraftwerk im April still. Grund dafür sind Instandhaltungsmaßnahmen für die Anlagen, mit denen im vergangenen Jahr erst ein Rekord erzielt wurde.

Mit der Leistung, die das Biomasseheizkraftwerk Zolling erzeugt, können 35 0000 Vier-Personen-Haushalte mit Strom versorgt werden. Zudem ist die Auskopplung von bis zu 30 Megawatt Fernwärme möglich. Doch nun werden die Maschinen für 17 Tage abgeschaltet. Das erfordert die planmäßige Überholung des Werks, die von 2. bis 18. April durchgeführt wird.

„Auf die Kunden hat das keine Auswirkungen“, betont Werksleiter Lothar Schreiber. „Beim Strom spüren sie nichts, weil er aus überregionalen Netzen bezogen wird. Und die Fernwärme, die wir erzeugen, können wir auf andere Einrichtungen umlegen. Da haben wir genügend Backups – etwa das Heizwerk in Weihenstephan.“

Während des Stillstandes werden Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt, um die Anlage fit für die nächste Betriebsperiode zu machen – ein Routinevorgang, wie Schreiber betont. Jedes Jahr im Früjhahr finde die große Revision statt. Im Herbst stünden dann routinemäßige Kontroll- und Reinigungsprozesse an.

Die Überholung kostet das Unternehmen rund eine Million Euro. In den zwei Wochen, die jetzt kommen, liegen die Arbeitsschwerpunkte in der Verschleißreparatur der Brennstoffförderung, des Dampferzeugers und der Rauchgasreinigungsanlagen. Insgesamt sind rund 140 Arbeitsaufträge zu erfüllen – eine Menge Holz. Daher werden die 30 damit befassten Kraftwerksangestellten von rund 80 externen Facharbeitern unterstützt. Immerhin: Unangenehme Befunde sind nicht zu befürchten. „Es ist nicht so, dass wir die Maschinen abstellen, dann nachschauen und feststellen: Hoppla, das ist aber eine böse Überraschung“, sagt Schreiber. Aufgrund diverser Messeinrichtungen, zwischenzeitlicher Kontrollen und der gut abschätzbaren Lebensdauer von Maschinenteilen sei im Wesentlichen alles planbar.

Seine Leistungsfähigkeit hat das Zollinger Kraftwerk im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt. Mit 147 297 MWh wurde elektrisch die bisher höchste Menge Strom seit Betriebsbeginn 2003 erzeugt. Zugleich wurden etwas mehr als 150 000 Tonnen Altholz in der Biomasseanlage verbrannt, wie Schreiber mitteilt. Altholzverbrennung gelte als CO2-neutral und sei damit ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.

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