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Das geteilte Auto wird auch in Zolling immer mehr ein Thema

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das Zoom-Meeting
Ob Zolling sich als StadtTeilAuto-Standort eignet, wurde auf Einladung der UBZ diskutiert. Wer Interesse hat, kann sich per Mail an info@sta-fs.de oder s-griebel@web.de melden. © Fuchs

Ist Zolling ein geeigneter Standort für ein StadtTeil-Auto? Darüber machte sich die Zollinger Gruppierung UBZ in einem virtuellen Treffen mit Experten Gedanken.

Zolling – Das Thema, über das die UBZ nun bei einem Zoom-Meeting diskutierten, vereint Mobilität, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft: Bei diesem virtuellen Treffen gab es einen regen Austausch darüber, ob Zolling neuer Standort für ein StadtTeil-Auto werden soll. Andreas Fincke, Geschäftsführer des Vereins von StadtTeil-Auto Freising, sowie Landtagsabgeordneter und langjähriger Car-Sharer Johannes Becher, waren anwesend, um das Konzept der gemeinschaftlichen Fahrzeuge genauer zu erläutern.

Mobilität verändert sich. In Großstädten wie München ist das Prinzip solcher Autos nicht mehr wegzudenken, auch im Landkreis Freising entwickelt sich das Konzept seit 30 Jahren immer weiter: das Car-Sharing. Doch wie funktioniert es eigentlich, sich so ein Auto auszuleihen? Um die wichtigsten Fragen zu klären und gemeinsam zu entscheiden, ob Zolling als Standort für ein StadtTeil-Auto geeignet sein könnte, hatte die UBZ Fincke und Becher als Referenten zur Zoom-Informationsveranstaltung geladen. Fincke erzählte der virtuellen Runde, wie das Prinzip des StadtTeil-Autos überhaupt funktioniert: „Man wird Mitglied bei uns, bekommt eine Karte und kann dann ganz flexibel eins unserer fast 20 Autos buchen“, so der Vorsitzende. Der Fuhrpark ist bunt gemischt: von Kleinwagen über E-Auto bis hin zum Neunsitzer ist alles vertreten. Derzeit sind Freising, Moosburg, Neufahrn und Eching feste Standorte der StadtTeil-Autos, Attenkirchen, Allershausen, Nandlstadt und eventuell auch Zolling sind bald ebenfalls dabei.

Man bezahlt nur, was man auch wirklich nutzt

„Das Gute am Car-Sharing ist, dass man nur das bezahlt, was man auch wirklich nutzt“, erklärte Fincke. Während ein StadtTeil-Auto-Mitglied durchschnittlich 500 Euro pro Jahr fürs Autofahren bezahlt, kostet ein neuer Opel Corsa schon rund 250 Euro im Monat für Anschaffung, Versicherung, Steuern und Wartung.

Im Gegensatz zur konventionellen Autovermietung lässt sich Car-Sharing flexibel und spontan in den Alltag integrieren: „Die Autos sind im ganzen Landkreis verteilt, unsere Mitglieder schnappen sich einfach ein verfügbares Auto und fahren los“, erläuterte Fincke. Die Kosten sind überschaubar: Einmalig zahlt man als Einzelperson 600 Euro Kaution, die man aber, wenn man seine Mitgliedschaft beendet, zurückbekommt. Die weiteren Kosten richten sich nach gefahrenen Kilometern und der Zeit, die das Auto benutzt wird.

MdL Becher ist treuer StadtTeil-Auto-Nutzer

Ein besonders treues Mitglied des StadtTeil-Autos ist Landtagsabgeordneter Johannes Becher. Der Moosburger nutzt das Angebot seit 2014. „Car-Sharing ermöglicht es mir, vernetzte Mobilität super zu nutzen“, so Becher. „Innerhalb von Moosburg laufe ich zu Fuß, was mit dem ÖPNV erreichbar ist, lege ich damit zurück, und zu allen Terminen, die mit dem Auto am besten erreichbar sind, fahre ich mit einem StadtTeil-Auto.“ Wichtig zu erwähnen war ihm, dass das Ganze gemeinschaftlich und solidarisch abläuft: „Zum Beispiel zahlen Fahranfänger, die bei Versicherungen oft richtig zur Kasse gebeten werden, für ihre Mitgliedschaft beim Car-Sharing nicht mehr als erfahrene Autofahrer.“

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Die allgemeine Stimmung des Zoom-Meetings war sehr offen für ein StadtTeil-Auto in Zolling. „Heute ist erstmal der Auftakt, dann schauen wir mal, wie viele Zollinger Mitglied werden möchten und was der Gemeinderat dazu sagt“, sagte Fincke. Nina Huber, ILE Ampertal-Regionalmanagerin, „fände es schön, wenn so ein Projekt letztendlich auch vom Gemeinderat mitgetragen wird“. Somit einigte man sich nach einem regen, informativen Austausch darauf, bis Anfang Februar Meinungen zu sammeln und mit dem Gemeinderat Rücksprache zu halten. Jeder, der Interesse daran hat, das Car-Sharing mal auszuprobieren, kann sich unter info@sta-fs.de oder s-griebel@web.de melden.

Pascale Fuchs

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