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Burgunderblutalge im Anglberger Weiher: Gesundheitsgefahr für Mensch und Tier

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Dringend beachten: Da die Blaualgen für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sind, darf der Anglberger Weiher derzeit nicht betreten werden. 
Dringend beachten: Da die Blaualgen für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sind, darf der Anglberger Weiher derzeit nicht betreten werden.  © Martin

Eisbaden im Anglberger Weiher? Den Hund eine Runde schwimmen oder daraus trinken lassen? Bloß nicht! Die Gemeinde Zolling warnt eindringlich.

Anglberg/Zolling – Wer derzeit am Anglberger Weiher trotz der Kälte ins kalte Nass tauchen möchte, sollte vorsichtig sein. Eine Rotfärbung des Wassers ist an den Uferbereichen zu sehen. Verursachung dieser Verfärbung ist keine Gewässerverschmutzung, sondern Burgunderblutalgen. Die Gemeinde hat Warnschilder aufgestellt.

Durch Hinweise aus der Bevölkerung sei das Wasserwirtschaftsamt in der ersten Dezemberhälfte auf einen möglichen Befall mit Blaualgen hingewiesen worden, berichtet Zollings Bürgermeister Helmut Priller. Nachdem die giftige Alge damals auch am Aquapark in Moosburg nachgewiesen worden war (wir berichteten), sei das Wasser sofort mikroskopisch untersucht worden. Als Ursache für die Rotfärbung seien Burgunderblutalgen ausgemacht worden, die für badende Menschen gesundheitsschädlich seien und zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen und Atemnot oder Quaddeln führen könnten. Die Gemeinde habe an den Uferbereichen umgehend Schilder aufgestellt, die vor dem Betreten des Wassers warnen, betont Priller.

Das Bakterium verschwinde in der Regel nach einigen Tagen wieder. Diese Information habe man von Seiten des Gesundheitsamts erhalten, sagt Elena Völz vom Amt für Öffentliche Sicherheit und Ordnung der VG Zolling. Die Uferbereiche würden vom Bauhof regelmäßig kontrolliert. Auch Hunde sollte man vom Wasser fernhalten, so Völz. Denn sollten diese das befallene Wasser trinken, könnte das ebenfalls zu gesundheitliche Beeinträchtigung führen. Wie lange man die Schilder, die derzeit vom Betreten des Wassers warnen, noch stehen lassen werde, sei noch nicht klar. Martin Dauer, Leiter des Zollinger Bauhofs, bestätigte auf FT-Nachfrage, dass seine Mitarbeiter aktuell jeden Tag am Anglberger Weiher vor Ort seien. Begehungen durch Hygienekontrolleure des Landkreises fänden ebenfalls regelmäßig statt. Gefahr für Badegäste im Sommer habe nicht bestanden. Denn die Blaualge befinde sich im Sommer bevorzugt in tieferen Schichten. „Nach einer bestimmten Zeit sinken die wieder ab“, so Dauer.

Am Ufer ist zu sehen, dass das Wasser aktuell von der Alge befallen ist. Hundebesitzer sollten ihre Vierbeiner unter keinen Umständen daraus trinken lassen. 
Am Ufer ist zu sehen, dass das Wasser aktuell von der Alge befallen ist. Hundebesitzer sollten ihre Vierbeiner unter keinen Umständen daraus trinken lassen.  © Martin

Dass während der Badesaison routine- und regelmäßige an den Badeseen nach etwaigen Blaualgenbefall kontrolliert werde, betont die stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamts des Landkreises Freising, Brigitta Denk. Selbstverständlich gehe man auch außerhalb der Badesaison entsprechenden Meldungen durch Kommunen, Ärzte oder Bürger nach und unterziehe dann diese Bereiche einer außerplanmäßigen Kontrolle, wie derzeit eben am Anglberger Weiher, so Brigitta Denk.

Maria Martin

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