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Bus für die Kleinsten aus Zollinger Ortsteilen endgültig „gestorben“

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Von: Andreas Beschorner

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Schulbus
Die Beförderung mit dem Bus ist auch künftig nur Schülerinnen und Schülern vorbehalten. Der Gemeinderat Zolling wollte diesen Service auch Kindergartenkindern anbieten. © Andrea Jaksch

Schlechte Nachrichten für die Eltern von Kindergartenkindern aus den Zollinger Ortsteilen: Den angedachten Bus für die Kleinen wird’s nicht geben.

Zolling – Monatelang hat man geprüft, überlegt und abgefragt. Doch es half alles nichts. „Wir haben alles versucht. Jetzt können wir das Thema beerdigen“, stellte Zollings Bürgermeister Helmut Priller fest, nachdem er am Dienstag im Gemeinderat bekanntgeben musste, dass alle Versuche gescheitert seien, Kindergartenkinder aus dem „Umland“, wie er sagte, per Bus in die Zollinger Kita transportierten zu lassen.

Begonnen hatte das Ungemach Anfang des Jahres 2021, als Priller aus rechtlichen Gründen entscheiden musste, dass Kindergartenkinder nicht mehr – wie bis dahin üblich – mit dem Schulbus zum Kindergarten gebracht werden dürften (wir haben berichtet). Grund: Weil ein Schulbus nicht über die geeigneten Rückhalteeinrichtungen für Kleinkinder verfüge und es keine Aufsichtsperson im Bus beim Ein- und Aussteigen gab, sei der Transport von Kleinkindern unzulässig, im Falle eines Unfalls stehe der Bürgermeister in der Haftung.

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Wie Priller nun berichtete, habe eine Umfrage unter den Eltern der betroffenen Kinder ergeben, dass sich niemand als Aufsichts- und Begleitperson zur Verfügung stellen wolle oder könne. Nächster Schritt: Man habe die Kosten für einen Kleinbus mit neun Sitzen eruiert, sollte der für den Transport der Kita-Kinder zum Einsatz kommen. Jedoch seien, so die Mitteilung Prillers, die Eltern nicht bereit gewesen, die relativ hohen Kosten für den Kleinbus zu übernehmen. Und schlussendlich habe auch das mit dem Transport der Schulkinder neu beauftragte Busunternehmen aus rechtlichen Gründen abgelehnt, Kindergartenkinder zu befördern.

Das Ende vom Lied: Alle Versuche sind gescheitert. Für Priller und auch den Gemeinderat, der diesen Bericht am Dienstag kommentarlos zur Kenntnis nahm, ist die Sache erledigt. „Beerdigt“, wie der Bürgermeister sagte.

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