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Das neue Führungsteam mit (v.l.) Gottfried Glatt, Maximilian Falkner, Marina Westermeier, Manfred Sellmaier und Bernhard Bauer. Ortschef Falkner will Traditionen erhalten, aber auch mehr Frauen und junge Menschen für die politische Arbeit in der CSU begeistern. 

Neuwahlen beim Ortsverein

Neuer Chef der CSU Zolling setzt auf Frauenpower - und hält sich auf eine Frage bedeckt  

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Die Zollinger CSU hat einen neuen Mann an der Spitze. Maximilian Falkner ist 28 und hat einiges vor. Er will mehr Frauen in der Politik - und gibt sich auf eine Frage schon wie ein Profipolitiker.

Zolling Nachdem der langjährige Ortsvorsitzende Manfred Sellmaier aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl antreten wollte, hat der Ortsverband bei der Jahreshauptversammlung Maximilian Falkner einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt. Auch bei einigen anderen Vorstandsposten gab es Veränderung, vor allem hat sich aber mit den Wahlen jetzt die Führungsriege deutlich verjüngt.

„Ich hab wahnsinnig Lust auf die kommende Zeit, und ich fühle mich bereit und durch dieses Wahlergebnis bestärkt“, sagte ein strahlender Maximilian Falkner nach der Wahl. Die lief reibungslos unter der Leitung von Bezirksrat Simon Schindlmayr, der für den Ortsverband Zolling viel Lob übrig hatte. „Ihr seid der aktivste Ortsverband im Landkreis“, sagte er mit Rückblick auf den Wahlkampf im vergangenen Jahr, den die Zollinger tatkräftig unterstützt hatten. Und auch innerhalb der Gemeinde kann sich das politische Engagement der CSU sehen lassen: Die Partei stellt insgesamt fünf Gemeinderäte und mit Max Riegler auch den 1. Bürgermeister.

Der Erfolg des Ortsverbandes sei mit der Verdienst des nun ehemaligen Ortsvorsitzenden, Gemeinderat Manfred Sellmeier, wofür sich Falkner beim scheidenden Ortschef bedankte. „Du hast dein Ohr immer ganz nah an den Menschen und ein gutes Gespür dafür, wie es im Ort zugeht“, sagte er.

CSU-Ortsverband voller Tatendrang übernommen

Aber auf dem Erfolg wird man sich nicht ausruhen, das machte der neue Ortschef Falkner deutlich. Mit „Tatendrang, Demut, Respekt und Pragmatismus“, möchte er den Ortsverband weiterentwickeln. Dabei stehen für ihn ein paar Themen im Fokus: die Mitglieder zum Beispiel. Insgesamt soll der Ortsverband jünger werden, wobei das aktuelle Durchschnittsalter mit 55,1 Jahren knapp vier Jahre unter dem Durchschnittsalter der CSU insgesamt liegt. Falkner will also den Kontakt zur Jugend ausbauen und auch mehr Frauen motivieren. „Die Politik braucht die Frauen“, sagte er. Außerdem will er Altbewährtes wie die traditionelle Josefifeier erhalten, aber auch neue Formate etablieren. Stichwort: „Bildungsauftrag“. Er denke da zum Beispiel an Expertenvorträge mit Diskussion.

Der 28-Jährige hat viel vor und bringt dafür auch schon einiges an Erfahrung mit. Acht Jahre lang war er Schriftführer im Ortsverband, war als Beisitzer im Kreisverband und hat ein dreimonatiges Praktikum im EU-Parlament absolviert. Und er hat eine gute Vorstandsriege um sich: mit Manfred Sellmeier und Marina Westermeier zwei erfahrene Stellvertreter und mit Ex-Burschenchef Florian Höfinger einen Neuen, der frischen Wind hineinbringt. Schatzmeister bleibt Gottfried Glatt, Bernhard Bauer ist neuer Schriftführer. Mit diesem Team ist man gerüstet für die anstehende Europawahl. Kandidat Benedikt Flexeder schwor die Mitglieder nochmal auf die Wahl ein. Er will ein Europa – „das beste Friedensprojekt aller Zeiten“ – das „fair, frei und friedlich“ ist. „I mog ned in einem Europa leben, in dem der Schüleraustausch im Schützengraben, statt im Klassenzimmer stattfindet“, sagte er emotional.

Neuer CSU-Chef antwortet wie ein Profipolitiker

Wahlen bestimmen also gleich von Beginn an die Amtszeit des neuen Vorstands – nach der EU-Wahl die Kommunalwahlen 2020. Apropos Kommunalwahlen: Natürlich interessierte die anwesenden Mitglieder brennend, wen denn die CSU im kommenden Jahr als Bürgermeisterkandidat ins Rennen schicken werde. Fest steht nur, dass es nicht mehr Max Riegler sein wird. Maximilian Falkners Antwort klang wie die eines Profipolitikers: „Wir haben uns intensiv sortiert, die Lage sondiert und sind momentan in sehr guten Gesprächen. Wir werden das Ergebnis zu gegebener Zeit der Öffentlichkeit kommunizieren.“ 

Auch die Freisinger CSU hat neu gewählt: Die CSU Freising will mit einer kompetenten Kandidatentruppe in den Wahlkampf 2020 ziehen. Dazu laufen schon die Vorbereitungen.

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