Mitglieder des Musikvereins bei ihrem Silvesterball-Auftritt 2019.
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Wehmütiger Blick zurück auf den Silvesterball Ende 2019: Drei Formationen des Musikvereins spielten zum Ende des Jubiläumsjahrs der Gemeinde Zolling auf. Auftritte, die seit der Pandemie schmerzlich vermisst werden.

Zumindest der Unterricht läuft weiter

Digitale Möglichkeiten sind die Rettung - schwer tut sich die Musikschule Zolling trotzdem

Auch wenn man derzeit auf Konzerte verzichten muss, hat Corona die Arbeit im Musikverein Zolling nicht komplett lahmgelegt. Man hofft nun auf Spenden.

Zolling – Dank der digitalen Möglichkeiten kann zumindest die Ausbildung an den Instrumenten weiter laufen. Und das werde außerordentlich gut angenommen, freut sich Vorsitzender Markus Staudt. Ein treuer Stamm an Lehrern und engagierten Fördermitgliedern mache das möglich.

Am Silvesterabend des Jahres 2019, an dem das Jubiläumsjahr „30 Jahre Musikverein in Zolling“ mit einem Galaball im Zollinger Bürgerhaus fulminant verabschiedet wurde, hatte noch niemand damit gerechnet, dass man künftig auf die schönen Unterhaltungsprogramme des Vereins verzichten müsse. Die gesetzlichen Beschränkungen, die im Rahmen der Covid-19-Pandemie im Frühjahr in Kraft traten, forderten den Verein, sich Lösungen zu überlegen. „Wir wollten den Instrumentalunterricht natürlich fortführen“, sagt Staudt. Weil der Präsenzunterricht im Lockdown nicht erlaubt war, habe man reagiert und diesen online fortgesetzt. „Damit konnten wir unsere Musiklehrer in die für die Kulturschaffenden schwierigen Zeiten ohne Einschnitte unterstützen.“ Eine lange, ungewisse Pause gab es indes für die Probenarbeit im Orchester. Mit Unterstützung der Gemeinde Zolling konnte der Probenbetrieb ab Ende Juni wieder im Bürgerhaus aufgenommen werden. Ein spezielles Hygienekonzept sei in Zusammenarbeit mit dem Tubisten des Orchesters, Professor Josef Eberle, aufgestellt worden. Das Vereinsmitglied, das beruflich als Virologe am Max von Pettenkofer-Institut für Hygiene und medizinische Mikrobiologie tätig ist, habe wertvolle Tipps gegeben.

Geplant war eine Tanz-Einlage mit einer Schäffler-Gruppe

Damit die Distanz gewahrt werden konnte, hätten nicht alle Mitglieder des Orchesters gleichzeitig zur Probe erscheinen dürfen, erinnert sich der Vorsitzende. Das sei zwar für die Musiker nicht besonders schön, aber unter den besonderen Umständen nötig gewesen. „Wir haben schon für das Herbstkonzert geübt“, sagt Staudt. Eine Tanz-Einlage mit einer Schäffler-Gruppe sei angedacht gewesen – „sozusagen als Ende der Pandemie-Zeit.“ Mit dem Lockdown light ab November waren die hehren Pläne passé: Die Probenarbeit musste eingestellt werden. Neben dem traditionellen Jahreskonzert wurden auch die Planungen für das beliebte Weinfest und das Fußballturnier der Blaskapellen in der Faschingszeit eingestellt.

Mit „schwerem Musikerherz“, aber mit Verantwortung für die Gesellschaft. Finanziell habe das den Verein natürlich getroffen, räumt der Vorsitzende ein. „Im Moment sind wir für jede Spende dankbar.“ Glücklicherweise könne die Ausbildung an den Instrumenten mit Hilfe der digitalen Möglichkeiten weiter laufen. „Die Eltern nehmen unser Angebot gerne an“, so Staudt.

Gut zu wissen

Der Instrumentalunterricht beim Musikverein in Zolling läuft in dieser Woche wieder an. Die Geschäftsstelle ist Mittwoch von 14 bis 16.30 Uhr und Freitag von 8 bis 10.30 Uhr besetzt. Tel. (0 81 67) 6 91 85 30 oder Email: geschaeftsstelle@mviz.de.

Maria Martin

Verantwortung beweist Zollings Musikvereins-Chef Markus Staudt.
Dicht an dicht auf der Bühne: So sahen Konzerte des Musikvereins in Zolling vor Ausbruch der Corona-Pandemie aus. Auf Konzerte und andere beliebte Veranstaltungen muss derzeit verzichtet werden. 

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