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Das neue Führungsteam der Arbeitsgemeinschaft (AG) für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (ELF) mit (v. l.) Rupert Staudhammer (Bezirksvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft), CSU-Kreisvorsitzender Florian Hermann, Gregor Wild (Kassier), Bernhard Wernthaler (Vorsitzender), Christian Wildgruber (stellvertretender Vorsitzender), Georg Steinberger jun. (Beisitzer), Georg Schmid (stellvertretender Vorsitzender), Josef Hanrieder (Beisitzer), Martin Forster (Beisitzer), Margit Felsl (Beisitzerin), Josef Weingartner (Beisitzer), Josef Hartl (Beisitzer).  Der Posten des Schriftführers wurde nicht besetzt.

AGL wird zu AG ELF und kümmert sich um Belange der Landwirte und mehr

Ein Garant für landwirtschaftliche Kompetenz

Die AGL heißt jetzt AG ELF. Und auch die Ziele haben sich verändert. Was gleich geblieben ist: Es geht immer noch um die landwirtschaftliche Kompetenz in der CSU.

Freising/Zolling – Die Umbenennung der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) in Arbeitsgemeinschaft für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AG ELF) wurde im CSU Kreisverband Freising im Rahmen der jüngsten Mitgliederversammlung vollzogen. Bernhard Wernthaler heißt der Mann an der Spitze der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft, die zukünftig die Interessen der Landwirte innerhalb der CSU vertreten und diese für die Mandatsträger transparenter machen will. Der Nebenerwerbslandwirt aus dem kleinen Kranzberg bei Au in der Hallertau wurde von den anwesenden Mitgliedern einstimmig zum Vorsitzenden gewählt.

Seit „einem gefühlten halben Jahrhundert“ sei die Arbeitsgemeinschaft mit ihrem bisherigen Namen AGL ein Garant für landwirtschaftliche Kompetenz in der CSU, betonte Kreisvorsitzender Florian Hermann. Jetzt wolle man den Blick in die Zukunft richten und die Arbeit thematisch erweitern. Ernährung gewinne immer mehr an Bedeutung, die Anforderungen an hochwertige und sichere Lebensmittel stiegen. Auch die Forstwirtschaft rücke immer mehr in den Fokus. In Zeiten, in denen das Thema Landwirtschaft in den Medien sehr emotional diskutiert werde, sei der Arbeitskreis als „Sprachrohr“ für die Landwirte wichtig.

Das bestätigte auch der Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), MdL Anton Kreitmair. Ein „Klima der Angst“ werde in der öffentlichen Diskussion geschürt. Einer regelrechten Hetze gegen die Landwirte käme die Berichterstattung in den Medien in Sachen „Bayern-Ei“ gleich. Dabei erhielten die landwirtschaftlichen Betriebe die Lebensgrundlagen der Bevölkerung und schüfen Lebensqualität. Natürlich gebe es auch Entwicklungen, die man hinterfragen und überdenken müsse.

In Sachen Flächenverbrauch müsse sachlich und fachlich korrekt diskutiert werden, um den richtigen Weg einzuschlagen. Das angestrebte Volksbegehren der Grünen gegen Flächenfraß sei nicht „zu Ende gedacht“. Kleineren Gemeinden könne damit die Möglichkeit entzogen werden, sich zu entwickeln. Die anwesenden Bauern hatten danach die Gelegenheit, ihren Sorgen Luft zu machen. Unangemeldete Vor-Ort-Kontrollen im Bereich der Tierkennzeichnung, sogenannte Cross-Compliance-Kontrollen wie sie in der Agrarpolitik der Europäischen Gemeinschaft durchgeführt werden, nannte der frühere BBV-Kreisobmann Georg Schmid als entwürdigend. Ein anderer Landwirt beklagte sich, dass die Bauern in der Vergangenheit eigentlich nur das gemacht hätten, was amtlich empfohlen worden sei. „Auf einmal sind wir die Schuldigen“, monierte der Mann.

Genau hinschauen

Ganz genau hinschauen und hinweisen auf diese Sorgen, das wolle man mit Hilfe der Arbeitsgemeinschaft erreichen: die bäuerlichen Betriebe in ihrer unternehmerischen Tätigkeit stärken und für eine nachhaltige Landbewirtschaftung einstehen. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Georg Schmid und Christian Wildgruber, Vorsitzender im CSU Ortsverband Kirchdorf, bestätigt. 

Maria Martin

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