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Begeistert von der Tour auf dem Ammer-Amper-Radweg waren die rund 50 Teilnehmer der Auftaktveranstaltung.

Vier-Sterne-Weg durch Freising

Ein Gütesiegel für die Region: Ammer-Amper-Radweg offiziell eröffnet

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Jetzt ist er offiziell eröffnet: Der Ammer-Amper-Radweg, der auch durch den Landkreis Freising führt. Es ist der erste Vier-Sterne-Radweg in Oberbayern.

Zolling – Fast alle waren Radler, aber nur die wenigsten tranken auch Radler. Denn zu Weißwürsten gehört nun mal eher ein Weißbier. Doch egal, ob Wasser, Helles, Radler oder Weißbier – die Teilnehmer an der Sternfahrt nach Zolling auf dem Ammer-Amper-Radweg am Samstag hatten sich ein kühles Getränk auf jeden Fall verdient: Rund 50 Frauen und Männer – darunter zahlreiche politische Vertreter der anliegenden Kommunen – waren beim „Anradeln“ für den ersten oberbayerischen Vier-Sterne-Radweg dabei. Von Oberammergau über den Ammersee bis nach Moosburg – das sind rund 200 Kilometer Radweg entlang der Ammer und der Amper.

Umfunktioniert: Allershausens Bürgermeister Rupert Popp hat einen Sattelschoner kurzerhand zweckentfremdet.

Zirka 50 Kilometer davon verlaufen durch den Landkreis Freising: eine Premium-Radstrecke mit vier Sternen und damit „ein Gütesiegel, das schon etwas Besonderes ist und das man nicht einfach so bekommt“, wie Vize-Landrat Robert Scholz am Samstag sagte, als sich zwei Gruppen – eine aus Moosburg, die andere aus Richtung Fahrenzhausen – in Zolling trafen, um die Vier-Sterne-Klassifizierung zu feiern. Die Ausschilderung muss bestimmten Kriterien entsprechen, der Belag muss in Ordnung sein, Rastplätze muss es geben, Übernachtungsmöglichkeiten (sogenannte Bett & Bike-Stationen), und und und – nur dann bekommt ein Radweg auch vier Sterne.

Vorbereitung dauerte fünf Jahre

Fragte man am Samstag die Teilnehmer, so waren sie alle von der Strecke und dem Erlebnis begeistert. Und das ist gut so: Denn immerhin habe die Vorbereitung, dass der Ammer-Amper-Radweg seit 11. Januar diese Auszeichnung tragen kann, fünf Jahre gedauert, berichtete Scholz. Deshalb wolle man auch unbedingt „die Vier-Sterne-Qualität erhalten“, sagte der Vize-Landrat.

Radfahren als gesunde Betätigung, die immer mehr im Alltag Einzug halte, so Scholz, veranlasse den Landkreis dazu, das Radwegenetz immer enger zu knüpfen. Am Knotenpunkt am Samstag im Biergarten des Gasthofs Hörhammer in Zolling empfing Bürgermeister Max Riegler die beiden Radlergruppen: Der Ammer-Amper-Radweg steigere die Attraktivität der anliegenden Gemeinden und des Lebensraums, trage aber auch dazu bei, dass der Kulturraum Ampertal touristisch vorangebracht werde. Der wirtschaftliche Aspekt eines solchen Radwegs mit Menschen, die gerne mal einkehren, Erholung suchen und übernachten, sei nicht zu unterschätzen.

„Anradeln“ war ein großer Erfolg

Das offizielle „Anradeln“, zu dem der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Landkreis Freising eingeladen hatten, war auf jeden Fall schon einmal ein großer Erfolg. An den Tischen konnte man sich mit Karten, Prospekten und Infomaterial eindecken, an großen Schautafeln waren mit roten Punkten empfohlene Aussichts- und Ruheplätze markiert, für die Teilnehmer gab‘s grüne Sattelschoner mit auf den Weg, auf einem anonymen Fragebogen konnte man Lob und Kritik loswerden. Und man konnte bei Weißwürsten und Weißbier das Leben und das Wetter genießen – und sich von den 28 Kilometern aus Fahrenzhausen und den 18 Kilometern aus Moosburg erholen. Schließlich musste man ja auch wieder die Heimreise per Bike antreten.

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