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Fünf Hektar für neue Arbeitsplätze: Zollinger Gemeinderat macht nächsten Schritt hin zu neuem Gewerbegebiet

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Von: Andreas Beschorner

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Rund fünf Hektar groß ist das Gewerbegebiet Harland, auf dem im Anschluss an die Ziegelei eine Betonmischanlage und ein Betonfertigteilwerk entstehen soll.
Rund fünf Hektar groß ist das Gewerbegebiet Harland, auf dem im Anschluss an die Ziegelei eine Betonmischanlage und ein Betonfertigteilwerk entstehen soll. © Beschorner

Der nächste Schritt zur Realisierung des „Gewerbegebiets Harland“ ist getan. Nach einem Beschluss im Gemeinderat Zolling geht‘s jetzt an die konkrete Planung.

Zolling – Das neue „Gewerbegebiet Harland“ geht in die nächste Phase seiner Realisierung: Der Zollinger Gemeinderat hat am Dienstag das Ingenieurbüro Franz Lohr aus Oberappersdorf damit beauftragt, zum einen die Erschließungsplanung, zum anderen die Planung für die Verkehrsanlagen anzufertigen. Nach dem Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans im März 2021 und nach der Abwägung der Stellungnahmen im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans im Dezember 2021 geht es nun also an die Planung.

Wie berichtet, soll auf dem rund fünf Hektar großen Areal, das im Flächennutzungsplan bereits als Gewerbegebiet ausgewiesen ist, zum einen eine Betonmischanlage errichtet werden, die zum anderen das ebenfalls neu zu errichtende Betonfertigteilwerk der Wöhrl Ziegelwerk-Deckensysteme GmbH mit Sitz in Berghaselbach beliefern wird. Das neue Werk des Unternehmens soll dazu dienen, die Fertigung von Betondeckenteilen zu erweitern, die Marktanteile auszubauen und Arbeitsplätze zu sichern. Weil das bestehende Grundstück in Berghaselbach dafür zu klein ist, soll die Produktion also an den neuen Standort in Harland ausgelagert werden, wo eine Produktionsanlage für großformatige Betonfertigteile entstehen soll. Notwendig sei das zudem, weil die Anlage in Berghaselbach seit über 30 Jahren in Betrieb ist, die Wartungskosten jährlich steigen würden und eine wirtschaftliche Produktion damit immer schwerer werde. Deshalb soll die Produktion von Betondecken in Berghaselbach aufgegeben und verlagert werden. Das Ziegelwerk der Firma Wöhrl bleibt freilich am bisherigen Standort in Berghaselbach erhalten.

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Wenn die neue Anlage so realisiert wird, soll die Zahl der Mitarbeiter von bisher 55 um rund fünf bis zehn aufgestockt werden, so sieht es das Konzept vor. Dabei macht die Firma Wöhrl im besten Sinn des Wortes gemeinsame Sache mit einem Transportbetonwerk aus dem Gemeindegebiet Zolling, das gleich daneben eine Betonmischanlage zur Herstellung von Frischbeton bauen will, von dem aus die Fertigteilproduktion direkt beliefert wird. Markant dabei: die vertikale Bauform, auch Turmanlage genannt, die eine Höhe von 27 Meter aufweisen wird. Durch die Errichtung dieser Anlage sollen ebenfalls vier neue Arbeitsplätze entstehen.

Das alles trifft bisher auf die uneingeschränkte Zustimmung des Zollinger Gemeinderats, der nun am Dienstag auch die Planungsaufträge für die Erschließung des Gewerbegebiets erteilte. Wie Bürgermeister Helmut Priller betonte, müssten die Bauwerber und Eigentümer die Kosten sowohl für die Planung als auch dann für die Erschließung selbst übernehmen. Weil das neue Gewerbe im Anschluss an die bestehende Ziegelei 20 bis 25 Lkw-Bewegungen pro Tag erzeugen wird, ist auch das Errichten einer Abbiegespur auf der Bundesstraße B 301 notwendig. Die Planung dafür, die sich an die entsprechenden Anforderungen des Staatlichen Bauamts Freising halten muss, wurde ebenfalls an das Ingenieurbüro Franz Lohr vergeben.

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