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Glasfaserversorgung: Zolling setzt auf eine schnelle Umsetzung

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Von: Andreas Beschorner

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Ausbau von Breitband und Glasfaser
Der Zollinger Gemeinderat gab dem Abschluss eines Kooperationsvertrags zwischen der Gemeinde und der GigaNetz GmbH grünes Licht. Symbolbild © Guido Kirchner / dpa

Auch Zolling hat sich dafür ausgesprochen, dass die Firma GigaNetz den Glasfaserausbau übernehmen soll. Nun müssen noch Haag und Wolfersdorf „Ja“ sagen.

Zolling – „Die Firma stemmt alles selbst.“ Mit diesem Argument (und mit anderen) hat Zollings Bürgermeister Helmut Priller im Gemeinderat dafür geworben, das Angebot der Deutsche GigaNetz GmbH anzunehmen, das Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Zolling mit einer gigabitfähigen Glasfaserinfrastruktur zu versorgen. Nachdem im Oktober das Projekt und das Vorhaben vorgestellt worden waren und nachdem mit Attenkirchen vergangene Woche die erste der vier VG-Mitgliedsgemeinden einem Kooperationsvertrag mit der GigaNetz zugestimmt hatte, hat nun auch der Zollinger Gemeinderat sein positives Votum abgegeben – einstimmig.

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Priller erläuterte noch einmal in Grundzügen das, was das Angebot der GigaNetz beinhaltet und wo die Vorteile dieser Art der Glasfaserversorgung lägen: Wenn sich 40 Prozent der VG-Haushalte dazu bereit erklären, einen auf zwei Jahre laufenden Vertrag mit der GigaNetz abzuschließen, werde die GigaNetz beginnen, bis zu jedem Haus ihre Leitungen zu verlegen – bei den Vertragspartnern auch bis ins Haus hinein. Vor allem: Anders als es bei einem wohl demnächst anlaufenden Förderprogramm für den Glasfaserausbau der Fall wäre, würde die GigaNetz sämtliche Kosten übernehmen. Bei einer Förderquote von 90 Prozent für die zuschussfähigen Kosten und einer geschätzten Auftragssumme von sieben Millionen Euro allein für das Zollinger Gemeindegebiet würden bei der anderen Variante rund 700 000 Euro an der Gemeinde hängen bleiben, rechnete Priller vor. Zudem würde die GigaNetz im kommenden Jahr mit der Verlegung beginnen, wohingegen die Verlegung der Glasfaserleitungen im Rahmen eines Förderprogramms wohl bis 2025 dauern dürfte.

Gemeinderäte baten ebenfalls um Zustimmung

Mit seinen Aussagen rannte Priller bei den Gemeinderäten offene Türen ein: Karl Toth (UBZ) betonte, das Angebot klinge gut, es gebe keinerlei Nachteile. Manfred Sellmaier (CSU) bat ebenfalls darum zuzustimmen – auch wegen des zeitlichen Faktors. So gab der Gemeinderat dem Abschluss eines Kooperationsvertrags zwischen der Gemeinde und der GigaNetz GmbH grünes Licht, wobei an dem vorgelegten Entwurf noch einige Dinge zu konkretisieren und einzuarbeiten seien, so Priller.

Damit die GigaNetz nun in die Werbungsoffensive gehen kann, bedarf es noch der Zustimmung der Gemeinderäte Wolfersdorf und Haag. Denn nur wenn alle vier VG-Gemeinden mitmachen, wird es was mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbau durch die Firma.

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