Autor Kalpenstein erfüllt sich einen Traum: Eines seiner Bücher wird verfilmt. 
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Autor Friedrich Kalpenstein erfüllt sich einen Traum: Eines seiner Bücher wird verfilmt. 

„Wie Champagner“ gibt‘s bald auf Leinwand zu sehen

„Herbert“ kommt ins Kino: Werk von Zollinger Autor Friedrich Kalpenstein wird verfilmt

  • Andrea Beschorner
    vonAndrea Beschorner
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Ein großer Traum von Autor Friedrich Kalpenstein aus Zolling wird wahr: Der zweite Teil der siebenteiligen „Herbert“-Reihe kommt ins Kino.

Zolling – Mit seinem Debütroman „Ich bin Single, Kalimera“ setzte Friedrich Kalpenstein, Autor aus Zolling, 2015 den ersten Schritt auf seinem Erfolgsweg. Mittlerweile ist die Herbert-Reihe auf sieben Bücher angewachsen. Daneben hat er noch eine Reihe anderer Romane veröffentlicht, heuer erscheint sein zweiter Provinzkrimi. All diesen Erfolgen setzt Friedrich Kalpenstein jetzt die Krone auf: Eines seiner Werke der „Herbert“-Reihe kommt in die Kinos.

Herr Kalpenstein: In einem Interview Ende 2018 haben Sie angekündigt, dass Sie und Ihre Managerin gerade daran arbeiten, Herbert auf die Kinoleinwände zu bringen. Ihnen ist das wirklich gelungen, Herbert wird verfilmt.

Ja, das ist wirklich großartig, und ich kann es selbst immer noch nicht glauben. Als Autor freue ich mich sehr, wenn ich meine Leser mit meinem Humor erreiche, und es war von Anfang an mein Traum, dass meine Geschichten auf einer Leinwand zum Leben erweckt werden. Dass das nun Wirklichkeit wird, ist schon eine große Sache.

2015 ging es mit Herbert los. Jetzt wird er verfilmt. Zeichnen Sie für uns kurz den Weg nach.

„Ich bin Single, Kalimera“ war 2015 sehr erfolgreich und somit der Startschuss für diese Reihe. Herbert ist einfach ein Typ mit Ecken und Kanten, in dem sich viele Menschen wiederfinden. Er verliert hin und wieder, steht wieder auf und stellt sich neuen Herausforderungen. Dabei sieht man ihm offensichtlich gerne zu. Ich höre immer wieder, dass sich das Publikum häufig in dieser Figur wiederfindet. Er bringt die Menschen zum Lachen, Schmunzeln, aber auch zum Fremdschämen. Mit jedem Band entwickelte er sich weiter, und das Publikum hat ihn auf seinem Weg vom Singlemann bis zum Familienvater begleitet. Auch als Hörbuch (gelesen von Robert Frank) funktioniert die Reihe bis heute sehr gut. Für mich ist es natürlich grandios zu erleben, dass sich Herbert nun in einem anderen Medium weiterentwickeln kann.

Welcher Herbert kommt in die Kinos?

„Wie Champagner“, der zweite Teil der siebenteiligen Reihe rund um Herbert.

Haben Sie das Drehbuch schon gelesen?

Es existiert eine erste Fassung, in die ich schon hineinschnuppern durfte. Dabei handelt es sich bei weitem noch nicht um das fertige Drehbuch. Das alles ist ein langwieriger Prozess. Was ich bisher lesen durfte, ist wirklich toll. Es ist sehr spannend für mich mitzuerleben, wie Film funktioniert.

Wie viel Mitspracherecht hat man denn in diesem Prozess als Autor, als der Ideengeber?

Ich stehe in engem Austausch mit Schmidbauer-Film. Ihnen und mir ist es wichtig, dass am Ende noch genug Kalpenstein im fertigen Film steckt.

Denken Sie, dass Sie künftig anders an einen Roman herangehen – quasi bereits für die Leinwand zugeschnitten schreiben werden?

Nein. Da wäre mir die Gefahr zu groß, dass ich meinen Schreibstil verliere. Ich werde weiterhin meine Figuren in meinen Geschichten miteinander agieren lassen, ihr Umfeld erschaffen und meinen Humor einbringen. Damit diese Figuren irgendwann zum Leben erweckt werden, dafür gibt es Profis, die dieses Handwerk perfekt beherrschen. Ich denke, dass es die unterschiedlichen Sichtweisen sind, die addiert etwas Tolles entstehen lassen können.

Die Herbert-Reihe von Autor Friedrich Kalpenstein feiert seit Jahren Erfolge. Das zweite Buch „Wie Champagner“ wird nun verfilmt.

Wie sehr haben Sie und Ihre Frau und Managerin sich über die Nachricht, dass Herbert verfilmt wird, gefreut?

Als uns diese Nachricht erreicht hat, mussten wir uns erst einmal setzen. Zuerst konnten wir es nicht glauben. Wir haben in den vergangenen Jahren sehr viel Zeit damit verbracht, eine geeignete Agentur zu finden, die uns in solchen Dingen vertritt. Da wir, besonders in den Anfängen meiner Autorenkarriere, nur abgeblitzt sind, kamen natürlich Zweifel, ob es der richtige Weg ist, den wir einschlagen. Die Absagen waren zum Teil wirklich vernichtend. Niemand wollte an Herbert glauben. Das Publikum sah dies glücklicherweise anders, und die Reihe wurde zum Renner.

Das heißt, Sie werden bis heute nicht über eine Agentur vertreten?

Irgendwann kam der Entschluss, weiterzumachen. Wir waren an einem Punkt angelangt, an dem wir erkannt haben, dass es nur zwei Personen gibt, auf die wir uns verlassen können. Das waren wir selbst. Bis zum heutigen Tag regeln wir alle Dinge mit meinem Verlag selbst. Das ist auch gut so. Wir haben großes Vertrauen in die Menschen, mit denen wir dort zusammenarbeiten, und finden immer Gehör für unsere Wünsche und Ideen. Für uns hat sich herausgestellt, dass dieser Weg, den wir eingeschlagen haben, für uns der beste ist.

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