In viele Rollen ist sie schon geschlüpft, wenn sich täglich der Vorhang für die Abendshow im Robinson Club Landskron in Kärnten hebt.

Isabella Schopf im Portrait 

Junge Zollingerin findet zweite Heimat im Robinson Club

Zolling - Für Isabella Schopf ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Seit kurzem ist die 28-jährige Zollingerin in der Robinson Clubanlage Landskron am Ossiacher See in Kärnten tätig. Und dabei ist sie ganz in ihrem Metier: Im Bereich choreographische Inszenierung der Abendshows hat sie sich innerhalb von sechs Monaten als stellvertretenden Leiterin in ihrem Aufgabenbereich etabliert.

Mit einem engagierten Tanzensemble zusammenzuarbeiten, das hat der jungen Frau aus Zolling eigentlich schon immer Spaß gemacht. Zuletzt hat sie das bei der Narrhalla Zolling bewiesen. Die ganze Bandbreite ihres tänzerischen Könnens vermittelte sie den jungen Gardetänzerinnen und -tänzern, die dem Zollinger Faschingsvolk alle Jahre eine unvergessliche närrische Saison bereiten. Jetzt darf sie ihr Können einem größeren Publikum zeigen. 

Wie alles begann

Vor sieben Jahren ist Isabella Schopf erstmals für den Robinson Club auf die griechische Insel Kreta geflogen, um in einer dortigen Ferienanlage als Praktikantin zu arbeiten. Sie war gespannt auf Land und Leute und auf ihre Tätigkeit als „Robin“ – so heißen bei diesem Touristikunternehmen alle dienstbaren Geister in der Gästebetreuung. Doch die eher kaufmännisch ausgerichtete Arbeit an der Rezeption habe damals ihre Erwartungen nicht erfüllt, erinnert sich ihr Vater, Hans Schopf an die Zeit, als die „Isi“ plötzlich wieder zu Hause vor der Haustüre gestanden hatte.

Freilich habe das das die Tochter nicht davon abgehalten, einen erneuten Anlauf in Richtung Traumberuf zu starten. Im Frühjahr vergangenen Jahres habe sie sich spontan zur Mitarbeit als choreografische Assistentin im Robinson Club beworben, erzählt Isabella. Und damit habe sie wohl ins Schwarze getroffen. Denn es habe nicht lange gedauert, und es sei eine Einladung zu einem Casting nach München sei erfolgt. „Auf zu neuen Ufern“, das sei ihr Gedanke gewesen. An die aufregende Zeit erinnert sie sich noch genau: „Ich habe „I wish I was a Punkrocker“ gesungen und Partien aus der Choreographie des Musicals „Die Schöne und das Biest“ getanzt, erzählt Isabella. „Vier Wochen später war ich in Österreich.“ Jeden Abend nach dem Essen erwartet dort die Cluburlauber am Ossiacher See eine abwechslungsreiche Bühnenshow. Für die Ausarbeitung und Inszenierung ist Isabella Schopf mit verantwortlich. Wenn die Tänzerinnen und Tänzer um 21 Uhr auf der Bühne im Scheinwerferlicht vor dem Publikum stehen, muss jeder Schritt sitzen. Eine ganz besondere Herausforderung sei es zu Neujahr gewesen, ein perfekt ausgearbeitetes Bühnenprogramm zu Andrew Lloyd Webbers Musical „Phantom der Oper“ zu erarbeiten. Die Proben waren aufwändig, erinnert sich die Choreografin. Nicht nur die Tanzfiguren mussten sitzen, auch der Aufbau der Bühne, die Vorbereitung der Kostüme und die Maske erforderten Abstimmung und viel Zeiteinsatz. „Da geht es den ganzen Tag rund“, so die junge Frau. Viele Mitarbeiter im Club übernehmen neben ihrem Hauptjob, wie etwa der Animation, auch noch einen Part im Abendprogramm. So wird die Galashow in ihren vielen Facetten interessant. Sie habe neben der tänzerischen Anleitung des Teams auch noch die Rolle der Christine gespielt, verrät Schopf nicht ohne Stolz. In dem phantastischen Musical um das Ballettmädchen Christine und das Phantom der Oper, das nach einer literarischen Vorlage des Franzosen Gaston Leroux von Andrew Lloyd Webber vertont wurde, geht es um Träume, Liebe und Sehnsucht. Der tosende Applaus des Publikums habe für die stressigen Probearbeiten entschädigt, so Schopf. Wer ein solches Arbeitspensum schafft, der muss viel Liebe zu seinem Beruf mitbringen. Bei Isabella Schopf ist das der Fall. „Schon mit drei Jahren habe ich Ballettunterricht bekommen“, erzählt sie.

Ex-Prinzessin macht Karriere

Erste tänzerische Auftritte hatte sie als Kinderprinzessin bei der Narrhalla Zolling im Jahr 1995. Das Engagement in Österreich sei daher eigentlich ein zur Arbeit erhobenes Hobby. Außerdem habe sie das Clubvirus bereits erfasst, sagt Schopf und lacht. „Jedes Mal, wenn die neue Saison beginnt, fühle ich mich, als ob ich nach Hause zurückkehre“, beschreibt sie das Zugehörigkeitsgefühl, das sie ihrer Clubfamilie mittlerweile entgegen bringt. „Meine Freunde in Zolling wollen immer, dass ich wieder ins Ampertal komme. Aber ich habe beim Club Robinson eine zweite Heimat gefunden.“ Und noch etwas rät sie allen jungen Leuten: „Jeder der jung ist, sollte so einen Ortswechsel ausprobieren!“

Maria Martin

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