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Wir werden immer mehr: Zollings Rathauschef Max Riegler berichtete von Zuwächsen in diversen Bereichen.

Zollinger Bürgerversammlung

Kurz vor der 5000er-Marke

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Nur wenige Fragen und Anregungen kamen am Ende der Bürgerversammlung in Zolling aus dem Publikum. Die drehten sich um Geschwindigkeitskontrollen, Müll pickende Krähen und den Lärm junger Mopedfahrer. Über die großen Projekte hatte Rathauschef Max Riegler vorher schon umfassend informiert.

Zolling – Der Bürgermeister hatte einige Zahlen im Gepäck. So hatte man im Jahr 2017 einen Zuwachs von rund 30 Einwohnern mit Hauptwohnsitz im Zollinger Gemeindegebiet zu verzeichnen. Zum Jahresende waren 4944 Einwohner gemeldet. Damit sei man knapp an der 5000er-Marke, was laut Bürgermeister Einfluss auf die nächsten Kommunalwahlen haben könnte. Habe man bisher 16 Sitze im Gemeinderat zu besetzen, seien es ab 5000 Einwohner 20. Der Anteil an ausländischen Mitbürgern lag zum Jahresende bei rund 14,4 Prozent (plus ein Prozent). Nicht allein die Flüchtlingsthematik, sondern auch die Migrationsbewegung in Europa sei dafür verantwortlich.

Die Gemeinde verjüngt sich im Schnitt langsam, aber anhaltend. Seit Jahren habe man einen Anstieg der Geburten zu verzeichnen, im vergangenen Jahr waren es 65. Das stellt die Gemeinde vor Herausforderungen. So müssen zum Beispiel Betreuungsplätze gesichert werden. Deshalb unterstützt die Kommune den Verein „Kinderstüberl“, der mit seinem Hort 50 Plätze anbietet.

Auch die Anzahl an Schülern steigt weiter, weshalb die Erweiterung der Zollinger Grund- und Mittelschule unumgänglich war. Inklusive der M-Zweig-Schüler unterrichte man in Zolling derzeit 610 Schüler. Ein weiteres Thema: Wohnraum. Ein neues Baugebiet entsteht gerade in Flitzing. Der Bebauungsplan für „Schlossfeld II“ sei laut Riegler nun rechtskräftig. Sorge bereite der Verwaltung nur die Neuregelung des Einheimischen-Modells nach einer EU-Richtlinie. Wohnortzugehörigkeit spiele dann nur noch eine untergeordnete Rolle, Einkommensgrenzen umso mehr. „Wir sind nicht sehr erfreut über diese Entwicklung“, sagte Riegler dazu.

Nur drei Anfragen von Bürgern waren vorab in der Verwaltung eingegangen. Ob man die Mülleimer mit Deckeln versehen könne, damit der Abfall nicht von Tieren wieder herausgepickt wird, war da zum Beispiel ein Anliegen. Dem musste Riegler nach Absprache mit dem Bauhof eine Absage erteilen. Eine Mutter aus dem Publikum bat um eine Fußgängerbrücke über den Amperkanal, um sicher mit den Kindern zu den Supermärkten gelangen zu können. Riegler versprach, eine Prüfung der Kosten und Möglichkeiten zusammen mit dem Kanalbetreiber vorzunehmen. Enttäuschen musste Riegler einige Bürger, die sich über den Lärm jugendlicher Mopedfahrer beschwert hatten. Dagegen habe die Gemeinde keine Handhabe, ebenso wenig wie hinsichtlich der oft überschrittenen Geschwindigkeiten auf der Staatsstraße 2054.

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