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Volle Konzentration: Stefan Trostl (vorne) vom SV Siechendorf hatte bereits in der Vorrunde die Nase vorne und auch in den finalen K.o.-Runden das ruhigste Händchen. Das Ergebnis fiel allerdings denkbar knapp aus.

Sportschützengau Freising  

Luftpistolen-Finale in Oberappersdorf: 0,4 Ringe machen den Unterschied

Der Sportschützengau Freising hat seine Meister gekürt. Nach den Luftgewehrschützen sieben Tage zuvor waren am vergangenen Wochenende nun die Teilnehmer in der Kategorie Luftpistole an der Reihe. Acht Männer standen im Finale der Gaumeisterschaft – und die machten es richtig spannend.

OberappersdorfLuftpistole, das ist etwas ganz Anderes: Freistehend mit ausgestrecktem Arm das Ziel anzuvisieren, den richtigen Moment abzuwarten, abzudrücken und dann auch noch ins Schwarze zu treffen – das ist selbst für erfahrene Schützen eine Herausforderung. Vor allem, wenn es sich um eine K.o.-Runde handelt und die Konkurrenz direkt daneben steht. Und so spielten am Schießstand des SV Eichenlaub Appersdorf-Gerlhausen die Nerven manchem Favoriten einen Streich. Die Finalrunde war von Führungswechseln und minimalen Abständen geprägt.

Als einer der Sieganwärter galt Stefan Trostl vom SV Siechendorf, der die Vorrunde für sich entschieden hatte: Er hatte in vier Durchgängen insgesamt 363 Ringe erzielt und sich damit Platz eins gesichert – dicht gefolgt von Lokalmatador Wolfgang Schmidt mit 360 Ringen und Dieter Bartmann von Hubertus Vötting mit 358 Ringen. All das zählte aber nicht mehr, als es ins Finale mit sieben K.o.-Runden ging, in denen die Teilnehmer bei einem Zeitlimit von 150 Sekunden jeweils zwei Schüsse auf die Scheibe abzugeben hatten. Nicht in voller Montur wie die Luftgewehrschützen, sondern in Freizeitkleidung standen die Finalisten da und warteten gespannt auf das Startsignal von Gausportleiter Reimund Seibert. Der erklärte noch einmal den Modus: Pro Durchgang scheidet jeweils ein Schütze aus.

Glückliche Gesichter auf dem Podium: (v. l.) Andreas Ausfelder, Stefan Trostl und Robyn Hochrein waren die Besten. Gausportleiter Reimund Seibert gratulierte.

Die Führung übernahm zunächst aber einer, der in der Vorrunde nicht ganz vorne mit dabei gewesen war: Robyn Hochrein von der SG Eichenfeld Freising war als Sechster aus der Qualifikation hervorgegangen. Zu Beginn der zweiten K.o.-Runde lag er jedoch plötzlich auf Platz eins – vor Stefan Trostl und Andreas Ausfelder vom SV Eichenlaub Appersdorf-Gerlhausen. Die Reihenfolge sollte aber nur drei Runden halten: Danach zog Ausfelder an Hochrein vorbei. Trostl war vorerst Dritter – bis ihm in Runde sechs ein phänomenaler Doppelschlag gelang: Zwei Schüsse fast mitten ins Schwarze brachten Trostl ganz nach vorne.

„Wer wird Gaumeister?“ Mit dieser Frage läutete Seibert schließlich die siebte Runde ein. Mit Trostl und Ausfelder waren noch zwei Schützen dabei – und es war denkbar knapp: Zwischen Platz eins und zwei waren nur 0,3 Ringe Unterschied. Am Ende hatte schließlich Trostl mit insgesamt 185,9 Ringen die Nase vorne – gefolgt von Ausfelders 185,5. Auf dem dritten Platz landete Hochrein (165,6 Ringe). Er komplettierte die Riege der drei besten Luftpistolenschützen von insgesamt 78, die zur Gaumeisterschaft angetreten waren. Und alle drei waren überglücklich. Beispiel Andreas Ausfelder: „Brutal!“, stellte der Zweitplatzierte nach dem Finale fest. Er habe es nicht für möglich gehalten, dass er so weit kommen würde. „Ich habe gedacht, ich zerreiße keine nasse Zeitung!“

Alexander Fischer

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