Rieglers Nachfolger Helmut Priller, hier mit Frau Anita, war es wichtig, seinem Vorgänger Max Riegler, hier mit Gattin Margot, einen wertschätzenden Abschied zu bereiten. 
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Rieglers Nachfolger Helmut Priller, hier mit Frau Anita, war es wichtig, seinem Vorgänger Max Riegler, hier mit Gattin Margot, einen wertschätzenden Abschied zu bereiten. 

Feierlichkeiten für Zollings frischgebackenen Altbürgermeister

Max Riegler spät, aber würdevoll und wertschätzend verabschiedet

Lieber spät und angemessen als sofort und im kleinsten Kreis: Dazu hatte sich die Gemeinde Zolling entschieden - und Ex-Bürgermeister Riegler erst jetzt verabschiedet.

Zolling - Wenn ein Bürgermeister aus dem Amt verabschiedet wird, so geht das mit einer Feier und vielen Gästen einher. Weil das nach den Kommunalwahlen im März vergangenen Jahres wegen der Pandemie nicht möglich war, wurde Zollings früherer Bürgermeister Max Riegler erst jetzt verabschiedet – ohne Distanz und im Freien. Einen „würdevollen und wertschätzenden“ Abschied habe ihm das Team im Rathaus bereiten wollen, betonte Rieglers Nachfolger Helmut Priller. Auch die Vereine zollten Respekt mit einer großen Fahnenabordnung, die sich rund um den Platz vor dem Rathaus positioniert hatte.

Der Himmel hatte es am Sonntagabend gut gemeint mit der Festgesellschaft, die sich in erster Linie aus kommunalpolitischen Wegbegleitern zusammensetzte. Gekommen waren aber auch Ehrenbürger der Gemeinde, die Träger der Bürgermedaille und die beiden Bürgermeister, die vor Riegler die Geschicke der Gemeinde bestimmt hatten: Franz Obermeier und Georg Wiesheu. Sichtlich entspannt wirkte Riegler, als er gemeinsam mit seiner Gattin Margot dem Festprogramm folgte. „Aus is’ und gar is’ und schad is’, dass wahr is“, zitierte er den bekannten Spruch aus einer beliebten bayerischen Fernsehserie. Aber „schee is auch, dass gar is’, meinte der frühere Rathauschef mit einem Schmunzeln. Für das gute Miteinander, den gegenseitigen Respekt, den sich sowohl das Gremium im Gemeinderat als auch die Mitarbeiter im Rathaus in den zwölf Jahren seiner Amtszeit gegenseitig entgegengebracht hätten, dankte Riegler, der altersbedingt nicht mehr kandidiert hatte.

Vereine und kommunalpolitische Wegbegleiter waren am Sonntagabend auf dem Zollinger Rathausplatz erschienen, um Altbürgermeister Max Riegler zu verabschieden. Den musikalischen Rahmen lieferte das Blasorchester des Musikvereins Zolling. 

„Es war eine positive und sachorientierte Zusammenarbeit.“ Freilich seien die insgesamt 30 Jahre, die er in der Zollinger Kommunalpolitik tätig gewesen sei – die letzten zwölf Jahre als 1. Bürgermeister – nicht nur von Freude geprägt gewesen. Freude und Frust seien da schon öfter nahe beieinander gelegen. Jedoch: Wenn zum Schluss die Freude auf der Waagschale überwiege, dann könne man zufrieden sein.

An die vielen Projekte, die Riegler auf den Weg gebracht und abgeschlossen hat, erinnerte Zollings 2. Bürgermeister Gottfried Glatt. Den Neubau der Kläranlage in Oberappersdorf, die Ausweisung von Baugebiet in Flitzing, die Erweiterung des katholischen Friedhofs an der Pfarrkirche St. Johannes oder die Umgestaltung der Zollinger Schule zur Mittelschule mit Erweiterung der Räumlichkeiten, um nur einige Beispiele zu nennen. Denn auch als Schulverbandsvorsitzender habe Riegler in den vergangenen zwölf Jahren viel dazu beigetragen, dass die Lehranstalt „auf neuestem Stand“ und „für die Zukunft gerüstet“ sei. Eines der Projekte, die Riegler umgesetzt habe, stellte Glatt in den Vordergrund. Mit dem Neubau des Zollinger Rathauses sei ein besonderer Schachzug gelungen, der auch von großem Vorteil für die VG-Mitgliedsgemeinden – Attenkirchen, Haag und Wolfersdorf – sei. Seinem Nachfolger habe Riegler ein „bestelltes Feld“ hinterlassen. Denn ein auf 20 Millionen angewachsener Haushalt und ein Pro-Kopf-Verschulden von null Euro seien eine herausragende Leistung. Mit einer Urkunde zeichnete Helmut Priller seinen Vorgänger als frisch gebackenen Altbürgermeister aus.

Eine Feier mit vielen Ehrengästen: (v. l.) Altbürgermeister Georg Wiesheu, Staatsminister Florian Herrmann, Franz Obermeier, Max Riegler und Helmut Priller. 

Geschenke gab es zum späten Abschied vom Team im Rathaus, die Verwaltungsangestellte Monika Scholtys überreichte. Schulleiter Thomas Dittmeyer und das Lehrerkollegium hatten eine Bildcollage vorbereitet. Ganz zum Schluss ertönte die Bayernhymne. Viel Beifall gab es da natürlich auch für das Blasorchester des Musikvereins Zolling, das die Feier musikalisch umrahmt hatte.

Maria Martin

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