Mittelschule Zolling

Rot, grau oder blau: schwere Entscheidung

Zolling - Nicht einfach war es, einen Konsens zur farblichen Gestaltung der Außenfassade am neu zu erstellenden Mittelbau der Gund- und Mittelschule Zolling zu finden. Den Schulverbandsräten machte es am Montagabend jedenfalls einiges Kopfzerbrechen, welcher Farbton sich am besten in den Bestand einfügen würde.

Zwei Baukörper- zwei Farben: die Ausgangskonstellation, die sich am bestehenden Nordbau (Mittelschule) und dem Südbau (Grundschule) präsentiert, könnte konträrer nicht sein. Das „Spannungsfeld“ zwischen „kalt“ (türkis am Südbau) und „warm“ (rosa am Nordbau) sei nicht einfach auszugleichen, betonten Peter und Michael Wacker vom beauftragten Architekturbüro. Die beiden Architekten schlugen ein kräftiges, warmes Dunkelrot vor, mit dem man die Fassade entlang der Fenster am Mittelbau gliedern könne.

 Doch das kam bei vielen Räten erst einmal gar nicht an. „Passt gar nicht. Ich finde das schrecklich.“ Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer brachte ihre Ablehnung zum Ausdruck. Ob denn nicht blau besser wäre, wollten andere wissen. Das könnte teuer werden, befürchteten die Architekten, denn ein solcher Farbton sei in den standardisierten RAL-Farben nicht erhältlich. Am besten wäre es, wenn man sich weiter in den Pastelltönen bewege, meinten einige Räte. „Rosa wäre ein Kardinalsfehler“, nahm Peter Wacker hier gleich den Wind aus den Segeln. Evi Rieger schlug vor: „Ich würde es bunt machen, viele verschiedenen Farben.“ Doch auch dies sei nicht so ohne weiteres zu verwirklichen, betonten die Architekten. Denn die Fassade sei in sich nicht symmetrisch, so dass eine Gestaltung mit mehreren Farben wohl eher unruhig wirke.

Dezentes Grau sei zwar auch eine Möglichkeit, brachte sich Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzender Max Riegler ein. Jedoch müsse man bedenken, dass hier „Kinder und Jugendliche ein und aus“ gingen. Einen Farbton, der sich an die bestehenden anpasse, den gebe es in diesem Fall nicht, betonte Michael Wacker. Was also tun? Man entschied sich, keine übereilte Entscheidung zu treffen, sondern bei einem kurzfristig anberaumten Ortstermin die Situation an der Schule bei Tageslicht zu inspizieren. Im Innenbereich des neuen Mittelbaus tendierten die Räte dann doch in Richtung jugendlich frische Variante. Das Treppenhaus und der Speisesaal sollen mit einem dezent gesprenkelten Putzstein verlegt werden. Die Flure mit dunkelblauem Flies belegt werden, die im Bereich der Klassenzimmer in frisches Lindgrün übergingen. Beim Verwaltungs- und Lehrerbereich wird mit einem Vinylboden in Holzoptik geliebäugelt. Entschieden hat man sich übrigens noch für keine der vorgestellten Varianten. Man will erst noch den Ortstermin in diesen Tagen wahrnehmen um dann zügig zu einer Entscheidung kommen.

Maria Martin

Rubriklistenbild: © dpa

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