Nachbar benachrichtigt Polizei

Zolling: Was nach einer Bluttat aussah, kam ganz anders

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Zolling - Ein Nachbar hatte eine 78-jährige Frau durch das Fenster am Boden liegen sehen. Mit Blut am Kopf und einem Messer am Boden.

Eine leblose Frau, Blut – und daneben ein Messer: Die Szene, die ein Zollinger da gestern im Haus der Nachbarin erblickte, schaute ganz nach einem Kapitalverbrechen aus. Doch das „Mordopfer“ erholte sich rasch wieder.

Wegen des vermeintlichen Gewaltverbrechens waren gestern am späten Vormittag drei Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Freising ins Ampertal gerast. Die Meldung, die ein Zeuge zuvor durchgegeben hatte, klang aber auch alarmierend: Der Mann hatte offenbar seine Nachbarin besuchen wollen und durchs Fenster geschaut, als sie nicht öffnete. Da sah er die 78-Jährige regungslos am Boden liegen sehen – neben ihr eine Blutlache. Inspektionschef Michael Ertl: „Und neben dem Körper der Frau lag auch noch ein Messer.“ Binnen kurzer Zeit trafen die Streifenbesatzungen vor Ort ein und gingen der Sache nach. Schnell stellte sich heraus, dass es sich nicht um ein Kapitalverbrechen handelte. Die Dame war aufgrund einer Kreislaufschwäche ohnmächtig geworden und beim Sturz mit dem Kopf gegen eine Kante gefallen, wobei sie eine Platzwunde erlitt. Und das Messer? Auch dafür gibt es eine Erklärung: Die 78-Jährige hatte damit gerade ihr Essen zubereitet, als ihr plötzlich der Kreislauf wegsackte.

Beim Eintreffen der Streifen war die Frau bereits wieder aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht. Sie wurde zur Versorgung und Überwachung mit dem Rettungswagen ins Klinikum Freising verbracht.

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