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„Ihr seid gegen Beleidigungen nicht hilflos!“ Thomas Reichenwallner ist Experte in Sachen Sicherheit im Netz. Sein Wissen gab er an die Zollinger Schüler weiter.

Kampagne „klick safe“

„Seid vorsichtig!“ - Experte gibt Jugendlichen wichtige Netz-Tipps

Was tun bei Online-Belästigung? Wie schütze ich meine Daten? Welche Gefahren drohen bei Sexting? Diese Schüler-Fragen und einige mehr beantwortete jetzt ein Experte.

Zolling – Im Netz unterwegs zu sein, das gehört für Kinder und Jugendliche zum Alltag. Wie verhält man sich, wenn man im Internet belästigt wird, wie schützt man seine Privatsphäre oder was passiert mit den Daten, die man im Netz hinterlässt? – All diese Fragen wurden Schülerinnen und Schüler der achten Klassen am Dienstag an der Grund- und Mittelschule Zolling aus professioneller Hand beantwortet.

Im Rahmen der Kampagne „klick-safe – Datenschutz geht zur Schule“, einer Initiative des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten Deutschland, klärte Thomas Reichenwallner über die vielen verschiedenen Aspekte und Gefahren rund um dieses Thema auf. Kurznachrichtendienste wie WhatsApp, Instagramm oder Snapchat – jeder kenne sie, jeder benutze sie, meinten die Schüler, die zu der zwei Schulstunden dauernden Veranstaltung in den Mehrzweckraum der Schule gekommen waren. Was ereignet sich bei den virtuellen Konversationen auf der Ebene, die dem Nutzer verborgen bleibt?

Das Internet eröffne Ganoven ein ganz breites Feld, sagte Reichenwallner. „Seid vorsichtig, eure Adressen Preis zu geben.“ Die Daten würden an die Werbung weiter geleitet. Es sei möglich, ein genaues Profil des Nutzers zu erstellen, das durchaus auch Daten zur Gesundheit enthalten könne.

Gefährlicher Trend Sexting

Ein gefährlicher Trend, der bei Jugendlichen seit Jahren verbreitet sei: das sogenannte „Sexting“. Intime Fotos würden ins Netz gestellt. Beim Verschicken verliere man darüber die Kontrolle, mahnte der Experte. Die Fotos könnten wieder auf fremden Internetseiten auftauchen. Auch vermeintliche Sicherheitsfunktionen seien da kein ausreichender Schutz.

Wenn Falsches oder Beleidigendes im Netz verbreitet werde, so seien die Jugendlichen nicht hilflos. Man könne bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstatten. „Die meisten Täter können ermittelt werden“, wusste Reichenwallner. „Scheut euch nicht, eure Lehrer um Rat zu fragen. Es gibt einen Zeitpunkt, an dem man sich einfach helfen lassen muss.“

Dass man an der Grund- und Mittelschule in Zolling mit dem Thema sehr verantwortungsvoll umgehe, das konnte der Internetfachmann nur bestätigen. Für die Vorbereitung der Veranstaltung habe man sich viel Zeit genommen. Und wenn die Schüler im Nachgang noch Fragen beantwortet haben möchten, so werde das innerhalb des Unterrichts stattfinden, sagte Konrektorin Sandra Gruber. „Wehrt euch gegen Cybermobbing“, ermutigte der Referent die Schüler. Die meisten Täter könnten ermittelt werden und das könne für die dann mitunter auch recht teuer werden.

Maria Martin

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