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Seit 50 Jahren in Zolling poltitisch aktiv: Von der „Wählergemeinschaft Arbeitnehmer und Siedler“ zur UBZ

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Ehrungen zum Jubiläum: (v .l.) Alfons Dichtl, Franz Strobl, Johann Schopf, 1. Vorsitzender Stephan Griebel, Karl Toth, Hans Seibold, 2. Vorsitzende Julia Spengler und Wolfgang Hilz.  
Ehrungen zum Jubiläum: (v .l.) Alfons Dichtl, Franz Strobl, Johann Schopf, 1. Vorsitzender Stephan Griebel, Karl Toth, Hans Seibold, 2. Vorsitzende Julia Spengler und Wolfgang Hilz.   © Martin

50 Jahre ist der Zusammenschluss, der sich heute UBZ nennt, bereits politisch aktiv. Und seit Kurzem ist man sogar die stärkste Kraft im Gemeinderat. Jetzt wurde gefeiert.

Zolling – Seit 50 Jahren gibt es die Unabhängigen Bürger Zolling (UBZ). Die „Wählergemeinschaft Arbeitnehmer und Siedler“, wie sie einst hieß, hat sich 1972 als „Gegenentwurf“ zu den „etablierten Parteien“ gegründet. Im Rahmen eines Festabends erinnerte man am Freitagabend an die Anfänge. Dank der „umtriebigen“ Mitglieder sei man eine nicht mehr weg zudenkende Kraft im Zollinger Gemeinderat geworden, betonte Vorsitzender Stephan Griebel. Für ihr Engagement erhielten zahlreiche Gründungs- und Gremiumsmitglieder Auszeichnungen.

Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Karl Toth, Hans Schopf, Franz Strobl, Hans Seibold, Alfons Dichtl, Franz Schmid und Wolfgang Hilz. Nach der Gemeindegebietsreform Anfang der 1970er Jahre mit Beitritt von Anglberg, Palzing und Appersdorf zur Gemeinde Zolling habe es am 10. Juni 1972 die erste Gemeinderatswahl in der größer gewordenen Kommune gegeben, erinnerte Griebel. Anfangs habe man sich in erster Linie zu Wahlterminen getroffen, erst später sei die politische Arbeit systematisiert und ein Verein gegründet worden. „Fraktionszwang“ habe es nicht gegeben. Jeder habe seiner Überzeugung entsprechend abgestimmt, so der Vorsitzende. Politik bedeute „dicke Bretter zu bohren“und einen „langen Atem zu entfalten“.

Sieben langjährige Mitglieder hätten dies vorgemacht. 18 Jahre lang saß Gründungsmitglied Hans Schopf von 1972 an im Zollinger Gemeinderat, Franz Strobl, 2. Bürgermeister in Zolling von 1990 bis 1996, ebenfalls so lange. Weil er 1972 noch nicht volljährig gewesen sei, habe Hans Seibold erst 1978 den Sprung als UBZ-Rat in das Gremium geschafft. Bereits im Studentenalter sei dieser politisch engagiert gewesen, betonte Griebel. 1990 wurde Alfons Dichtl zum ersten Mal in den Zollinger Gemeinderat gewählt (bis 2002). Er habe die Idee eingebracht, die Ortsteile mehr in die Arbeit der Wählergemeinschaft einzubinden. Zwei Amtsperioden leistete Franz Schmid aus Palzing Fraktionsarbeit im Gemeinderat. Wolfgang Hilz aus Oberappersdorf sitzt derzeit die vierte Amtsperiode im Rat.

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Als ganz herausragende Persönlichkeit würdigte der Vorsitzende UBZ-Urgestein Karl Toth. Unter dessen Führung habe sich die Arbeit der UBZ „verstetigt und systematisiert“. Der Verein habe sich „auf Augenhöhe“ zu anderen Institutionen gemausert. Toths Einsatz habe sich gelohnt. Heute stelle die UBZ die stimmenmäßig stärkste Fraktion im Zollinger Gemeinderat, inklusive Bürgermeister Helmut Priller, so Griebel. Toth habe sich während der fünf Amtsperioden im Gemeinderat bleibende Verdienste erworben. „Chapeau vor so viel Herzblut, Leidenschaft und Engagement“, lobte der Vorsitzende. „Zolling ist mehr als die CSU“, meinte der Festredner des Abends, Grünen-Landtagsabgeordneter Johannes Becher.

Maria Martin

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