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Das ist die neue Vorstandsriege: (v.l.) Jochen Fischer (2. Vorsitzender), Franz Schmid (Schatzmeister), Karl Toth (1. Vorsitzender), Julia Dichtl (Schriftführerin) und Wolfgang Hilz (Beisitzer).  

Hauptversammlung der Unabhängigen Zollinger Bürger 

Sie legen den Finger in die Wunde

Hochwasserschutz, Radwegbau und Baugrund für Familien: UBZ-Vorsitzender Karl Toth fordert, dass diese Themen mit mehr Druck vorangetrieben werden.

Zolling – Seit 45 Jahren setzt sich die Wählergemeinschaft der Unabhängigen Zollinger Bürger (UBZ) für die Entwicklung der Gemeinde ein. Als langjähriger Vorsitzender gibt Karl Toth dabei das Tempo vor. Daran wird sich auch die nächsten Jahre nichts ändern. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend sprachen ihm die Mitglieder nämlich das einstimmige Vertrauen aus.

Neben den Wahlen gab es noch geballte Informationen aus der Gemeindepolitik. Toth packte dabei so manches „heiße Eisen“ an. Nach einem kurzen Rückblick über die „abgearbeiteten“ Tagesordnungspunkte der zurückliegenden Gemeinderatssitzungen erinnerte Toth auch an jene Dinge, die in der Gemeindepolitik bisher nicht mit dem nötigen Druck vorangetrieben worden seien. Im Zuge der Vorbereitung zur Versammlung habe er feststellen müssen, dass sich bei den Themen Hochwasserschutz und Radwegebau „überhaupt nichts“ getan habe. Radwegeverbindungen zwischen Zolling und den Ortsteilen seien von den Bürgern bereits bei der Bürgerbeteiligung im Jahr 2005 vordringlich gewünscht worden. Sicherlich sei die Umsetzung aufgrund naturschutzrechtlicher Belange oder schwieriger Grundstücksverhandlungen oft nicht leicht. Jedoch müsse hier „einfach einmal etwas getan werden“, formulierte es der langjährige Gemeinderat und zweite Bürgermeister. Grundstücksverhandlungen für das Radwegestück zwischen dem Zollinger Ortsteil Palzing und Haindlfing zögen sich bereits knapp zehn Jahre in die Länge, monierte Toth. Hier sei der Landkreis der Träger und der solle doch, so Toths Bitte, baldmöglichst „kräftig in die Pedale“ treten.

Einen weiteren Finger in eine schon lange offene „Wunde“ der Gemeinde legte er in Sachen Baugrund für junge Familien. Grunderwerb für Wohnbebauung in der Ortsmitte sei wohl in Zukunft weiterhin nicht möglich, im Westen des Ortes in Richtung Oberzolling sei die Situation besser. Toth brachte die Überlegung ein, die Ortsrandsatzung entlang der St. Jakobstraße am Rande der jetzigen Bebauung zu überarbeiten. Das wäre dann nicht gleich ein riesiges Baugebiet, aber „etwas“ wäre es auch.

Platz für vier Einfamilienhäuser gibt es „Am Pfarranger“, einer Fläche hinter dem Zollinger Pfarrsaal, der im Besitz des Ordinariats ist. Der Bebauungsplan sei inzwischen zwar von der Gemeinde genehmigt, die Ausschreibung in der Gemeinderatssitzung im Mai behandelt worden. Jedoch habe es bei der Vergabe jüngst eine überraschende Wende gegeben, wie Kirchenpfleger Hans Seibold im Anschluss der Versammlung darlegte (Bericht folgt).

Das Kommunalwahljahr 2020 sei „nicht mehr weit“. Die UBZ solle schon jetzt die Weichen für mögliche Bewerber als Gemeinderat und Bürgermeister stellen. Er könne sich durchaus einen Bürgermeisterkandidaten vorstellen, der bisher noch keine kommunalpolitische Erfahrung im Rat gesammelt habe, sagte Toth. So könnten möglicherweise die Interessen der Bevölkerung besser in die Gemeindepolitik getragen werden. Als Stellvertreter von Karl Toth wurde Jochen Fischer bestätigt.

Maria Martin

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