Alle erdenklichen Fahrradarten waren beim Auftakt des Stadtradelns in Zolling vertreten. Das Liegerad zog interessierte Blicke auf sich. Zolling beteiligt sich heuer zum ersten Mal an der Aktion – und das mit einer riesigen Resonanz: 46 der insgesamt 250 Teams aus dem Landkreis Freising stammen aus der Ampergemeinde. 
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Alle erdenklichen Fahrradarten waren beim Auftakt des Stadtradelns in Zolling vertreten. Das Liegerad zog interessierte Blicke auf sich. Zolling beteiligt sich heuer zum ersten Mal an der Aktion – und das mit einer riesigen Resonanz: 46 der insgesamt 250 Teams aus dem Landkreis Freising stammen aus der Ampergemeinde. 

Gemeinde ist zum ersten Mal mit dabei

Stadtradeln: Zollinger legen Wahnsinnspremiere hin

  • Andreas Beschorner
    VonAndreas Beschorner
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Fantastisch: So fällt die Bilanz der Stadtradeln-Premiere der Gemeinde Zolling aus. Von den 250 im Landkreis Freising gemeldeten Teams stammen 45 allein aus Zolling.

Zolling - Was für ein denkwürdiger Sonntag in Zolling. Erst feierte Stefan Schmitt bei der Primiz in seinem Heimatort seinen ersten Gottesdienst (wir haben berichtet), dann nahm am Nachmittag die Gemeinde zum ersten Mal an der Aktion Stadtradeln teil. Und das mit einem riesigen Erfolg: Rund 150 Teilnehmer hatten sich auf dem Rathausplatz versammelt.  Initiator und Organisator Ewald Roddewig war glücklich. „Überwältigend“ – das war es, was Bürgermeister Helmut Priller angesichts der großen Zahl an Teilnehmern als erstes einfiel. Als zweites fiel ihm sein erstes Fahrrad ein – ein blaues Mini-Klapprad, mit dem er im Vergleich zu den Bonanza-Radl seiner Freunde nicht viel hermachte, wie er sagte. Heute freilich, in Zeiten, in denen das Rad für diverse Sportarten entdeckt worden sei, sei das ganz anders: Die Varian-ten, die es an Zweirädern gebe, sei gar nicht mehr überschaubar.

Er ist „schuld“, dass Zolling dabei ist: Ewald Roddewig. 

Ein Blick auf die Teilnehmer am Sonntag bestätigte das: Freizeiträder, richtige Rennmaschinen, Querfeldein-Bikes, mit und ohne E-Antrieb, sogar ein futuristisches Liegerad – all das war am Sonntag vertreten. Dass es im Gemeindegebiet „hinten und vorne“ noch an Fahrradwegen fehle, wie Priller genau wusste, liege vor allem daran, dass stets viele Ämter „was mitzureden haben“. Dabei ist Zolling offensichtlich eine Radl-Gemeinde: Von rund 250 Teams, die sich im gesamten Landkreis für das Stadtradeln angemeldet haben, kämen allein 46 aus Zolling – darunter auch ein ökumenisches Team. Für das machten Pfarrerin Meye Hoesch de Orellana und Pater Ignatius Kullu Werbung, als sie am Sonntag die Radler und die Fahrräder segneten. Denn: „Umweltschutz ist auch ein christliches Anliegen.“

Drei Dinge, so Hoesch de Orellana, dürften bei einer Fahrradtour nicht fehlen: ein Sportlerdrink, Zeichen für die Kraft und Energie „von oben“, ein Regencape, Zeichen für den Schutz von oben, und eine Radwegkarte, Symbol dafür, dass man stets wisse, wo der richtige Weg sei.

Bevor sich der Tross in Bewegung setzte, deckten sich die Teilnehmer noch mit Stofftaschen ein, die mit einem Aufkleber „Stadtradeln Zolling 2021“, mit der neuen Radwanderkarte des Landkreises und weiteren Radlkarten bestückt waren. Damit man die Strecke auch schaffte, lagen Bananen und Äpfel bereit.

Ewald Roddewig, der vor einem Jahr angeregt hatte, Stadtradeln auch in Zolling auf die Beine zu stellen, war sichtlich und zu Recht stolz auf den Erfolg: Eigentlich, so erzählte er, habe er „nur“ die Schulen, Kindergärten und Vereine animieren wollen, sei da schon von der Zahl der Anmeldungen sozusagen „überrollt“ worden. Dann hätten sich noch zahlreiche Firmen gemeldet, Privatleute seien dazugekommen – und eben das ökumenische Team. Roddewig gab das Lob von Priller an die Gemeinde und an den Bürgermeister zurück, die voll hinter der Aktion stünden. Der Beweis: Pro gefahrenem Radl-Kilometer zahlt die Gemeinde fünf Cent – Geld, das der Jugendarbeit der Vereine zu Gute kommt. Noch eine Motivation also, in den kommenden Wochen in die Pedale zu treten.

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