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Unabhängige Bürger Zolling wollen soziale Lage der Menschen nicht aus dem Blick verlieren

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„Der Christbaum am Rathausplatz soll auch heuer leuchten“, fordert UBZ-Gemeinderat Karl Toth (r.).
„Der Christbaum am Rathausplatz soll auch heuer leuchten“, fordert UBZ-Gemeinderat Karl Toth (r.). Foto: mam © mam

Das Risiko, in die Armut abzurutschen, ist im Moment groß. Grund genug für die Unabhängigen Bürger Zolling (UBZ), die soziale Lage der Bürger im Blick zu haben.

Zolling – Bei der Jahreshauptversammlung am Freitag gab es neben dem Rückblick auf die geleisteten Aktivitäten auch Anregungen, wie man denjenigen helfen könnte, die durch die anhaltend hohen Lebenshaltungskosten in Schieflage zu geraten drohen.

„Die Ehrenamtlichen sind ausgeschöpft“, berichtete Zollings Kulturreferentin Manuela Flohr (UBZ), die sich auch seit vielen Jahren nachhaltig in der Nachbarschaftshilfe Zolling und dem Helferkreis engagiert. Immer öfter komme es vor, dass Menschen auf finanzielle Unterstützung angewiesen seien. Gewisse Hilfen gebe es, meinte Flohr. Die entsprechenden Anträge auszufüllen, daran scheiterten manche. Gerade, wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig seien.

Ein Vorschlag: Ein „Sozialbüro“ im Rathaus einrichten

Ein „Sozialbüro“ für solche Fälle im Rathaus einrichten, das schlug Flohr vor. Hilfesuchende aus der gesamten Verwaltungsgemeinschaft könnten dort durch eine speziell ausgebildete Fachkraft betreut werden, meinte die UBZ-Rätin. Die Idee einer „Armenküche“ brachte UBZ-Vorsitzender Stephan Griebel ins Spiel. Von der Schulküche an der Mittelschule aus könnten doch mehr Essen ausgegeben werden, als nur für die Schüler, meinte er.

Erfahren, wo der Schuh drückt, dass wollen die UBZ’ler seit kurzem in den einzelnen Ortsteilen. Das erste Weißwurst-Frühstück in diesen Wochen unter dem Motto „UBZ hört zu“ im Palzinger Feuerwehrhaus sei überraschend gut angenommen worden, berichtete UBZ-Vorsitzender Stefan Griebel. Man habe rund 30 Interessierte begrüßen dürfen. Alleine die Frauen hätten gefehlt.

Ortstermin am 8. Oktober geplant

Warum? „Weil am Sonntagvormittag der Saal im Feuerwehrhaus üblicherweise dem Feuerwehr-Stammtisch gehöre, bei dem vorwiegend die Männer anwesend seien, erzählte UBZ-Gemeinderat Johannes Forster aus Palzing. „Danach haben sie sich dann geärgert“, wusste er und lachte. Als nächste Lokalität sei der „Oberwirt“ in Oberappersdorf für die „Ortsbegehung“ vorgesehen. Am Samstag, 8. Oktober, seien die Dorfbewohner dorthin eingeladen, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

Der nächste UBZ-Stammtisch sei für Donnerstag, 27. Oktober, ins Auge gefasst. Gerne würde man dabei ein spezielles Fachthema erörtern. Energieeinsparung und Energieeffizienz seien derzeit hochbrisante Themen, darüber waren sich die Anwesenden einig. Auf die Gemeinde heruntergebrochen: Man solle sich nicht alles nehmen lassen“, meinte Karl Toth, Fraktionsvorsitzender der UBZ im Zollinger Gemeinderat. Konkret wolle er damit sagen: „Der Christbaum am Rathausplatz soll auch heuer leuchten.“ Einziger Wermutstropfen: Bisher habe sich noch kein solch stattliches Gewächs gefunden.

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Von den „hochkonzentrierten“ Diskussionen im Gemeinderat berichtete Toth auch. Manchmal tage man „bis über Mitternacht hinaus“. Brisante Themen seien unter anderen die Wohnbebauung, die möglicherweise bald Anschub bekommen soll. Flächen für ein weiteres Gewerbegebiet südlich des Discounters Aldi seien in Aussicht. Bürgermeister Helmut Priller habe erfolgreiche Grundstücksverhandlungen geführt. Damit könne der nötige Lärmschutz für ein dahinter liegendes Baugebiet vorgewiesen werden.

Tanne gesucht

In der Adventszeit soll der Zollinger Rathausplatz wieder festlich mit einem Weihnachtsbaum geschmückt werden. Das Problem: Noch hat die Gemeinde keinen passenden gefunden. Wer eine Fichte oder Tanne spenden möchte, kann sich an die Verwaltung im Zollinger Rathaus wenden: Telefon (08167) 694331.
Maria Martin

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